Der Osterhase machte es sich bereits eine Woche vor Ostern auf dem Marktplatz gemütlich. Im Hasenfell steckte der zwölfjährige Victor und hatte auch gegen die kühle Witterung vorgesorgt. "Unter dem Kostüm habe ich zwei Jacken und eine warme Hose an, kalt ist es mir nicht", meinte Victor, während er Süßigkeiten verteilte. Während der Ostermarkt am Samstag noch wenige Besucher anlockte, war der Besuch am Sonntag bei Sonnenschein dann schon besser.

Den Kindern machte die Temperatur (nur neun Grad am Samstag) aber weniger aus, schließlich waren auf dem Marktplatz ja auch echte Hasen in ihren Gehegen. "Den tu ich jetzt wieder rein, ich glaube der ist wieder warm", sagte die zehnjährige Fabiana und setzte den jungen Hasen zurück. Die Jungzüchterin Denise Klausner vom Kaninchenzuchtverein B 457 Aurachgrund hatte einen Hasen gar in ihrer Jacke stecken. Denise hat auch vier eigene Hasen, "aber ich glaube, bald werden es ein paar mehr sein", freute sich die Zwölfjährige.

Währenddessen hörte der vierjährige Luis fasziniert "Bertram dem Wanderer" zu, aber auch bei ihm war kein allzu großer Andrang. Es gab ja auch einiges an Abwechslung an den verschiedenen Ständen, Glücksräder ebenso wie die bekannte Schatzkiste.

Mehr Wert auf Schönheit legte dagegen die vierjährige Martina, sie ließ sich ihr Gesicht verschönern und war vom Ergebnis total begeistert. "Schade, dass das wieder abgeht", bedauerte Martina, nachdem sie fertig war.


Für manche war's mühsam


"Es ist schon etwas mühsam, bei dieser kühlen Witterung", meinte Irene Zwack vom Verein "Schutzengel gesucht. Sie hatte wie eine Reihe weiterer Anbieter auch einen Stand am Marktplatz. Bei ihrem Angebot sei es nicht so tragisch, es gehe ja nichts kaputt und die Sachen können bis zur nächsten Veranstaltung aufgehoben werden, meinte sie. "Wenn von diesen Markttagen jemand seinen Unterhalt finanzieren muss, dann kann das schon eng werden", vermutete Zwack aber.

Der Ostermarkt was allemal einen Besuch wert, denn es gab viele selbst gemachte Gegenstände, die es so in einem Laden nicht zu kaufen gibt. Und gegen die kühle Witterung gab es auch was Warmes - der Grill strahlte nicht nur Wärme aus, sondern verbreitete den Bratwurstduft bis in die Hauptstraße.