Wie lange es schon den Brauch gibt, Osterbrunnen zu schmücken, darüber sind sich die Experten nicht ganz einig. Während einige meinen, dass er heidnischen oder mittelalterlichen Ursprungs ist, berichten andere, dass es sich um eine bewusste Brauchtums-Neuschöpfung aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert handelt.
Sicher ist hingegen, dass der Brauch aus der Fränkischen Schweiz stammt. Neben christlichen Interpretationen wird als Erklärung häufig die Wasserarmut der Fränkischen Schweiz genannt, durch die der Wasserversorgung ein besonders hoher Stellenwert zukam. Auch mag das gründliche, meist in Gemeinschaftsarbeit durchgeführte Reinigen der für die Trinkwasserversorgung wichtigen Brunnen und Quellen vom Schmutz des Herbsts und Winters eine Rolle bei der Entstehung des Brauches gespielt haben.

Sicher ist auch, dass es seit einigen Jahren Osterbrunnen nicht mehr nur in der Fränkischen Schweiz zu bewundern gibt, sondern auch in anderen Regionen. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt hat das Landratsamt heuer rund 60 Exemplare gezählt. Einige davon zeigen wir Ihnen auf dieser Seite.