Die Zeichen beim Höchstadter Medizintechnikunternehmen Medwork stehen weiter auf Expansion. 2008 verlagerte der Endoskopiegerätehersteller seinen Betrieb ins Gewerbegebiet Aischpark und setzte mit seinem Firmengebäude auch architektonisch ein Zeichen. Nur sechs Jahre später folgte ein Anbau für neun Millionen Euro. Jetzt wird auf einem Nachbargrundstück großflächig Humus abgetragen - für das nächste Medwork-Projekt.

"Wir bauen eine weitere Black Box", sagt der geschäftsführende Medwork-Gesellschafter Gerald Fischer auf Anfrage des FT. Ganz im Stil des bereits bestehenden Gebäudekomplexes ist auf der Ostseite des Medwork-Rings ein neues Produktionswerk geplant.

Auf drei Schichten ausgelegt

Das Gebäude wird 70 Meter lang, 40 breit und 11 hoch. "Und man wird in die Box hineinschauen können", kündigt Fischer an, schränkt aber ein, dass man von den Produktionsabläufen nichts erkennen dürfte.

Die Kosten sind auf über fünf Millionen Euro veranschlagt, bis Ende September soll das neue Technologiezentrum fertig sein. Mit der Erweiterung entstehen auch viele neue Arbeitsplätze. Ausgelegt wird der Neubau für einen Drei-Schicht-Betrieb. Um rund um die Uhr produzieren zu können, will Gerald Fischer bis zu hundert neue Mitarbeiter einstellen. Auch die technische Lehrwerkstatt soll in den Neubau einziehen. Derzeit beschäftigt Medwork am Firmensitz in Höchstadt rund 140 Menschen.

Der Entscheidung für die Fünf-Millionen-Investition war der Prozess Agenda 2025 vorausgegangen. Auf die Frage, wie sich Medwork für die Zukunft positioniert, war eine Antwort Insourcing. "Wir holen Produkte zurück, um die Kompetenz im eigenen Haus sicherzustellen", sagt Geschäftsführer Fischer.

Das Unternehmen habe sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Man starte jetzt neue Projekte mit neuen Produkten. Verraten will Fischer dazu nur, dass in dem Neubau die Kunststofftechnologie eine große Rolle spielen werde. Statt Teile außerhalb fertigen zu lassen, will Medwork im eigenen Haus in Höchstadt produzieren.