Die Martinikirchweih, auch "kalte Kerwa" genannt, machte ihrem Namen alle Ehre. Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag ließen sich Bürgermeister German Hacker (SPD) und eine Reihe von Mitgliedern des Stadtrates aber trotz des regnerischen Wetters die Laune nicht verderben und gingen mit dem Kinderflieger sogar in die Luft. Dabei hatten die etwas Größeren wie etwa das Stadtoberhaupt Probleme mit den langen Beinen, als sie sich in die fliegenden Kisten zwängten.
Insgesamt war der Besuch ziemlich überschaubar, denn das Wetter lud nicht gerade zu einem Bummel durch die Hauptstraße ein. Am Samstag regnete es nahezu ununterbrochen und am Sonntagmittag wirbelten dicke Schneeflocken vom Himmel. Zumindest die Kinder ließen sich vom Wetter aber nicht beeindrucken und drehten oft allein ihre Runden im Karussell oder angelten Enten. Es war das Wochenende über noch einiges geboten und für die Kinder gab es im Schlosshof ein eigenes Programm.
Das Team vom Generationenzentrum hatte sich wieder einige Aktionen ausgedacht. Die Kinder konnten sich an einer St.-Martin-Fotowand selbst als St. Martin fotografieren lassen oder bei einem Geräusche-Quiz mitmachen. Es wurde in der Bude auch wieder fleißig gebastelt, so zum Beispiel St.-Martin-Lesezeichen. Bei den Brettspielen zum Thema St. Martin ging es um Gänse und Bettler. Und wer es etwas ruhiger und trocken mochte, konnte sich im Ratskeller bei einer Vorlesegeschichte der Lesepaten ausruhen. Außerdem lud Bürgermeister Hacker die Neubürger wieder zu einem Stadtspaziergang ein und der Heimatverein bot seine legendäre Nachtwächterführung an.
Ein Anziehungspunkt, nicht nur wegen des herbstlichen Wetters, waren vor allem die Innenstadtlokale, die traditionell Spezialitäten zu St. Martin auftischten.
Am verkaufsoffenen Sonntag luden die Geschäfte zudem im gesamten Stadtgebiet von 13 bis 18 Uhr zum Bummeln ein. Auch die Tourist-Information hatte am Sonntag geöffnet und bot neben Informationen zur Stadt auch Souvenirs an - vom Kaffeebecher über praktische Regenschirme bis hin zu kuscheligen Duschtüchern. In diesem Jahr war auch die Partnerstadt Wolfsberg mit einem Stand vertreten und bot Spezialitäten aus dem Lavanttal an.
Heute findet dann zum Abschluss der traditionelle Martini-Ritt mit Laternenumzug statt. Los geht es um 17 Uhr am Kirchenplatz.