Irgendwie scheinen die Weisendorfer einen guten Draht zum Wettergott zu haben. So herrschten bei der Eröffnung des 24. Markttages durch einen gut gelaunten zweiten Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein unter den Klängen des Posaunenchores, annehmbare Temperaturen. Hertlein begrüßte bei der Eröffnung Landrat Alexander Tritthart (CSU) und zahlreiche Gemeinderäte und Kreisräte.

Ein besonderer Dank des stellvertretenden Bürgermeisters ging an Herta Burkhart und Rathausmitarbeiter Stefan Paul. Vor 24 Jahren rief die damalige Gemeinderätin Burkhart den Markttag ins Leben, der seitdem zum Jahresablauf des Marktes Weisendorf gehört. Herta Burkhart engagiert sich nach wie vor für den Herbstmarkt und wird dabei vom Rathausmitarbeiter Stefan Paul tatkräftig unterstützt.

Traditioneller Markttag

Der Markttag in Weisendorf zieht in jedem Jahr die Menschen aus der ganzen Region in den Marktort. "Dieser Markt wirkt mehr und mehr in der Region als Magnet", so das Fazit von Landrat Tritthart.

Der traditionelle Weisendorfer Markttag ist in jedem Jahr ein Treffpunkt für Jung und Alt. Die über 55 Händler und Weisendorfer Vereine haben keinen Grund sich über mangelndes Interesse zu beklagen. Vor der Eröffnung bis zum Marktende treffen sich Verwandte, Freunde und Bekannte und nutzen die Gelegenheit zu einem Plausch oder genießen ganz einfach das reichhaltige Angebot an Gebackenen, Gegrillten oder den vielen Probierangeboten.

Die Weisendorfer Vereine haben auch in diesem Jahr alles aufgeboten, um den Besuchern einen erlebnisreichen Aufenthalt in Weisendorf zu garantieren. Gut verteilt waren entlang der "Flanier- und Einkaufsmeile" die Angebote an Essen und Trinken. Am großen Stand des Obst- und Gartenbauvereins gab es frisch gepressten Apfelsaft und gleich gegenüber die "Baumstriezel" der Siebenbürger. Ob Süßes oder Deftiges, das Angebot war so breit gefächert, dass gar nicht alles probiert werden konnte. Für eine Pause zwischendurch zu einem "Smalltalk" bei Zwiebelkuchen und Federweißen gab es genügend Sitzgelegenheiten.

Viel Neues, viel Bewährtes

Schließlich gibt es jedes Jahr Neuheiten, aber auch Altbewährtes für Haushalt und Garten. Vom Kreisverkehr vor dem Schloss bis auf den Gimberlein-Parkplatz standen die Vereine und Fieranten, darunter viele Altbekannte. Schon von Beginn an dabei, Klaus Neudecker, mit seinen bekannten und wohlschmeckenden Likören und Schnäpsen. Entlang der Hauptstraße gab es originelle Bastel- und Handarbeiten ebenso wie Töpferwaren, Textilien und Wolle.

Wie schon in den Vorjahren waren auch die Jugendgruppen der beiden Kirchen vertreten und am Marktplatz lockte wieder das Glücksrad der Familie Trebisch. Dort standen die Kinder Schlange. Am Glücksrad waren nicht nur die Kinder Gewinner, sondern auch die "Aktion Mensch", die den Erlös des Tages bekommt.

Gleich hinterm Kreisverkehr hatte die Gebietsverkehrswacht einem Seh- und Reaktionstest aufgebaut. Eindrucksvoll auch der Radhelmtest der Verkehrswachtler, in dem Miniatur-Fahrradhelm war ein rohes Ei, das den Sturz aus Augenhöhe schadlos überstand. Am Nachmittag gab zeitweise nur ein erschwertes Durchkommen zwischen den Ständen. Denn der Markttag in Weisendorf hat auch im 24. Jahr nichts von seiner Anziehungskraft verloren.