"Sag danke!" So lautete das Motto des St. Otto-Festes. Dankbarkeit für unser wohlhabendes und friedliches Leben in Deutschland sollte mit Leben erfüllt werden. Im Jahr des 40. Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Herzogenaurach und Kaya sollte dies unterstrichen werden. So hatten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung St. Otto beschlossen, den Erlös von 1610 Euro aus dem "Otto-Lotto" und aus der Kollekte am Gemeindefest für ein Projekt in Kaya zu spenden.

Durch die Vermittlung von Pater Jean Désiré Sawadogo unterstützt die Pfarrei die Mädchenausbildung im Zentrum St. Monika in Kaya. Dieses Zentrum wird von einem Schwesternkonvent geleitet und nimmt Mädchen ab 13 oder 14 Jahren auf, die vorher noch nicht die Chance hatten, in die Schule zu gehen. Sie bekommen eine Ausbildung in handwerklichen Tätigkeiten wie Stricken, Weben, Färben, Seifeherstellung, Hühnerzucht, und mehr.

Diese Fähigkeiten werden die Mädchen später - nach Rückkehr in ihre Dörfer - einsetzen können, um ein selbständiges Leben zu führen. Neben der praktischen Ausbildung haben die Schülerinnen die Möglichkeit, Schulen zu besuchen. Die Unterstützung des Projekts gewährt ein Stück Nachhaltigkeit, weil in die Bildung der Mädchen investiert wird. Jungen haben in Burkina Faso mehr Möglichkeiten, die Förderung der Mädchen hat noch keinen hohen Stellenwert.