Als die Scheinwerfer am Samstagabend auf das Eis leuchteten und das erste Lied im Eisstadion ertönte, wähnten sich die Zuschauer in einer anderen Welt. Bei der diesjährigen Eisgala des ESC Höchstadt hatte man sich nämlich etwas ganz besonderes überlegt: Zur Feier des 40-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein eine extra große "Gala on ice" zum vielversprechenden Thema Disney.


Eine Erfolgsgeschichte

"40 Jahre ESC. Eine fantastische Erfolgsgeschichte für unsere Stadt und für die Region", erklärte Bürgermeister Gerald Brehm zufrieden. Bei der Eisgala erzählten die Tänzer gleich zwei Geschichten auf dem Eis. Während es in der ersten Hälfte der Show unter das Wasser zu Arielle ging, folgten die Zuschauer anschließend Aladdin in den Orient.

Rund 200 Akteure standen am Samstag auf dem Eis, um den Zuschauern in aufwendigen Kostümen ihr Können zu präsentieren. In beiden Erzählungen geht es um eine Liebesgeschichte: Arielle träumt schon immer davon, einmal ein Mensch zu sein, doch ihrem Vater Triton gefällt diese Idee gar nicht. An Land lernt sie dann durch Zufall den Prinzen Eric kennen, den sie letztendlich auch heiratet. Eine Geschichte, die von Freiheit und dem Mut zur Liebe handelt. Und ebenso schön erzählten sie auch die Eiskunstläufer nach, ganz ohne Worte, nur durch ihre Kür. Die Protagonisten dabei waren immer unterschiedliche: Aber egal, ob Kindergruppen oder Erwachsene, mit ihrer Performance überzeugten sie die rund 1000 Zuschauer im Eisstadion.


Die Liebe stand im Mittelpunkt

In der zweiten Hälfte ging es dann nicht weniger um Liebe. Jasmin, Tochter eines Sultans, sucht nach der großen Liebe und findet Aladdin. Dieser besitzt eine Wunderlampe, die ihn aus so manch kniffliger Situation hinaushilft, gleichzeitig aber auch Begehrlichkeiten bei anderen weckt. Als aus der Lampe der Geist Dschinni erscheint, kann sich Aladdin drei Sachen wünschen. Eine davon: zu einem Prinz werden, der Liebe zu Jasmin wegen. Auch wenn sie viele Hindernisse überwinden müssen, heiraten sie am Ende doch und Flaschengeist Dschinni kommt frei.

Neben den tollen Eistänzen begeisterten natürlich die detailgetreuen Outfits und das wunderschöne Bühnenbild, das Simon und Leah Avendano mit zahlreichen Helfern selbst gestaltet hatten: Ob ein Meeresgrund im tiefen Ozean bei Arielle oder die Silhouette einer orientalischen Stadt bei Aladdin.
"Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen", sagt Organisatorin Kristin Tuphorn. Wichtig sei bei den Galas aber auch immer die Musik, die Emotionen überträgt. Natürlich kostet das alles viel Arbeit. Bis zu dreimal die Woche trainieren die Eiskunstläufer, um sich auf eine Eisgala wie die am Samstag vorzubereiten. Doch das Wichtigste bleibt für sie: "Spaß an der Sache haben!" Das hatten nicht nur die Akteure auf dem Eis, sondern auch die Zuschauer.