Musik macht Freude, verleiht der Seele Flügel. Das ist bei Menschen mit Behinderung nicht anders als bei Menschen ohne Behinderung. Bei einem vorweihnachtlichen Nachmittag im Forum der Barmherzigen Brüder bereitete die Orff-Gruppe des Hauses den Zuhörern viel Freude. Nicht nur rhythmische Weisen, sogar Lieder hatten die Hausbewohner einstudiert.

Bereits zum 16. Mal veranstaltete der Landkreis Erlangen-Höchstadt zum Welttag der Menschen mit Behinderung einen Kulturnachmittag, der ganz im Zeichen von Inklusion stand. Landrat Alexander Tritthart (CSU) freute sich bei der Eröffnung über einen fast vollen Saal. "Einfach zusammen die Stimmung genießen, Freude haben" riet Tritthart allen Besuchern, unter ihnen auch viele Bürgermeister, Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte.

Ausdauer bei den Proben

Ganz großen Spaß hatten die Akteure selbst. Monika Hartwig, Franko Hoffmann und Jutta Brandner hatten mit ihren Schützlingen die Musik, darunter auch eine Eigenkomposition, eingeübt. Beschäftigung, Hobby, Bestätigung sei die Musik für die Bewohner, sagte auf die Frage Betreuerin Monika Hartwig. Ein neues Stück einzustudieren, dauere mitunter bis zu einem Jahr.

Im wahrsten Sinne verzaubert waren die Zuschauer von der Zirkusshow, die Kinder und Jugendliche des "Puckenhofs" auf die Bühne brachten. Wie bei Goethe wurde der Zauberlehrling die Geister, die er rief, nicht mehr los. Eine zauberhafte Show mit viel Akrobatik und tollen Lichteffekten.

Märchenhafte Show

"Sterntaler", ein Musical nach dem gleichnamigen Märchen, sangen und spielten die Kinder des Montessori-Kinderhauses in Eckental. Nur ein Stück Brot war dem armen Kind geblieben. Als es auch noch sein Röckchen und sein Hemdchen verschenkt hatte, tat sich der Himmel auf und belohnte das Kind tausendfach.

Nach der Pause erfreute die Musikgruppe "Borderline Patrol" der WAB Kosbach (Wohnen, Arbeiten, Beschäftigen) die Besucher im Forum. Am Schluss entführte die Tanzgruppe "The Maharanis" in die Welt des Orients.