Die Küche des Klinikums am Europakanal bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Am Donnerstag fanden Mitarbeiter des Veterinäramtes bei einer unangekündigten Begehung dort Mäusekot. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bezirkskliniken Mittelfranken hervor, zu denen die Klinik gehört.

Pressesprecherin Ariane Peine versichert, dass die Situation gut unter Kontrolle sei. Das THW (Technisches Hilfswerk) habe bereits am selben Abend ein Zelt aufgebaut und die nahtlose Versorgung der rund 600 Patienten mit Essen übernommen. Man könne bereits auf eine gute gemeinsame Zusammenarbeit zurückgreifen.

Erst im vergangenen Jahr habe eine Schulung stattgefunden, bei der die Kliniken mit dem THW sowie der Feuerwehr ein ähnliches Szenario, den Brand einer Großküche, für einen Ernstfall geprobt haben. "Man weiß, dass Krisen immer passieren können", sagt die Pressesprecherin. Deshalb sei es für Ausnahmesituationen das Beste, diese zu üben. "Das hat sich bewährt", so Peine.

Amt kontrolliert unangekündigt

Wie in allen Lebensmittelbetrieben erfolgen Besuche durch das Veterinäramt unangekündigt, teilt Amtsleiterin Jutta Bauer mit. "In der Regel ergibt sich bei Kliniken eine Kontrollfrist von sechs bis 18 Monaten."

Man werde nun alles dafür tun, die Küche der Klinik schnell wieder nutzen zu können, so Pressesprecherin Peine. In Bereichen, in denen große Mengen Lebensmittel verarbeitet werden, sei das Risiko für Schädlingsbefall durchaus erhöht, so die Pressesprecherin.

"Im Normalbetrieb werden die Flächen regelmäßig und täglich gereinigt", bestätigt sie. Einmal pro Woche finde zusätzlich eine intensive Grundreinigung statt, bei der spezielle Maschinen und Dampfreiniger zum Einsatz kommen. Am Donnerstag habe sich zudem eine externe Firma um die Überprüfung gekümmert. Lebensmittel und Kühlräume seien von den Funden nicht betroffen, heißt es in der Pressemitteilung.