An diesem Tag war das Wetter nun wirklich nicht zum Spielen im Freien geeignet. Denn der Herbst machte am Montagabend seinem Namen alle Ehre. Dichte Wolken hingen über Höchstadt und der Regen prasselte kräftig auf das Gelände in der Kellerstraße, wo der Kinderschutzbund Höchstadt beheimatet ist. Und trotz des schlechten Wetters wagten sich die Kinder nach draußen und stürzten sich auf das neue Klettergerüst im Garten des Hortes. Sie freuen sich über das neue Spielgerät.

"Das alte Klettergerüst war sichtbar gealtert und das Holz morsch", sagte Sibylle Menzel, stellvertretende Vorsitzende des Kinderschutzbundes Höchstadt bei der offiziellen Einweihung. 25 Kinder kommen täglich in den Schülerhort "Regenbogen" zur Betreuung. Den Hort können Kinder aus allen Schularten besuchen. Die gute Seele ist Dana Macioszczyk, die den Hort leitet. Täglich, wenn die Schule vorbei ist, geht es richtig zur Sache, dann sei Highlife im Hort, erzählt sie.

Mit viel freiwilligem Einsatz wurde nun das neue Gerüst aufgestellt. Mehrere Tonnen Sand wurden dafür angekarrt. Das Loch sechs mal sechs Meter groß und 40 Zentimeter tief ausgehoben. Die Laufer Mühle hat den Arbeitseinsatz geleistet.

6500 Euro Kosten

Nach der getanen Arbeit können die Kinder des Horts im Garten endlich wieder spielen. Seit Beginn des Schuljahrs steht das neue Klettergerüst, das insgesamt 6500 Euro gekostet hat. "Dies war nur durch großzügige Spenden und viel Eigenarbeit möglich", sagte Sibylle Menzel.

Die Hauptspende für die Investitionen haben die Sparkasse Höchstadt sowie die Firma Peiler und Klein beigetragen. Das Material haben die Firmen Grohganz und Kühhorn gespendet. Die stellvertretende Vorsitzende des Höchstadter Kinderschutzbundes war besonders froh über die Spenden, da sich der Kinderschutzbund immer an der Grenze der finanziellen Möglichkeiten bewege.

Die Kinder, die in den Hort kommen, werden mit einem eigens angeschafften Kleinbus abgeholt. Der Fahrdienst ist ehrenamtlich organisiert. Im Hort bekommen die Kinder ein Mittagessen, das vom Hort selbst zubereitet wird. Sibylle Menzel hob die familienähnliche Struktur hervor, die in dem Kinderhort herrsche.

Doch die Frage sei eben auch, wie lange sich der Kinderschutzbund Höchstadt das noch leisten könnte.