Unter dem Motto "Reden wir über die Zukunft, handeln wir mutig" gab Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, am Donnerstagabend im Hotel Krebs in Röttenbach etwa 60 Zuhörern einen Einblick in die grüne Politik. "Gerade in Zeiten der ständigen Veränderung, sei es durch die Digitalisierung oder die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, müssen wir wissen, dass wir den Veränderungen nicht ausgeliefert sind, sondern dass wir sie mit Politik beeinflussen können", betonte Schulze zu Beginn.

Als ein großes Ziel der Partei nannte sie den Klimaschutz. "Es ist allerhöchste Zeit, dass wir unsere Verantwortung ernst nehmen und unseren -Fußabdruck verringern", machte sie deutlich. "Ich möchte, dass wir nachfolgenden Generationen beweisen, dass wir im Klimaschutz gehandelt und nicht tatenlos zugesehen haben." Sie fordert eine Solaroffensive sowie die Abschaffung der 10-H-Regelung für Windkraftanlagen, damit erneuerbare Energien vorangetrieben werden können. In Hinsicht auf die Mobilität setzen die Grünen auf bequeme, bezahlbare und zuverlässige Angebote. Die "grüne Mobilitätsgarantie" will Mobilität für alle - auch auf dem Land - vereinfachen und Verkehrskonzepte wie Carsharing und Mitfahrgelegenheiten mehr einbeziehen.

Mit Blick auf die Wahlen in Thüringen unterstrich Schulze, dass ihre Partei die Demokratie stärken wolle. "Nie wieder" sei nicht nur eine Floskel, sondern ein eindeutiger Anstoß für entschiedenes gemeinsames Handeln gegen Rechtsextremismus, dem sie gerne bereits in der Schule einen höheren Stellenwert einräumen würde.

Im Anschluss an ihre leidenschaftliche Rede stellte sich Schulze den Fragen der Besucher zu E-Mobilität, den Preisen des ÖPNV und einem Verbot der AfD und schloss mit ihrem politischen Leitsatz: "Du bekommst die Welt nicht besser gemeckert, du musst sie besser machen."