Vor zehn Jahren feierte Höchstadt seine Erstnennung vor 1000 Jahren. Man blickte nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft: In den Schulen war besonders das Thema Frieden im Gespräch.

Aus dem so Zusammengetragenen formulierte Michael Ulbrich die sieben Paragraphen, berichtete Dekan Kilian Kemmer. In der Folgezeit, so Bürgermeister Gerald Brehm (JL) erreichte sie "sehr viele Persönlichkeiten". Ulbrichs Komposition "Only Peace Will Do" wurde über das Jugendfestival "Young & Free" zu einem Renner in der bayerischen Jugend.

Von da aus machte die Erklärung ihren Weg. Weltbekannte Empfänger waren unter anderem Die Päpste Johannes Paul II und Benedikt XVI sowie der Dalai Lama. Auf dem Weltjugendtag in Köln unterzeichneten sie 10.000 Jugendliche aus aller Welt.

Friedensaktivist

Der gebürtige Engländer Mike Gibson übersetzte die Friedenserklärung und brachte sie zum Weltjugendtag und zum Evangelischen Kirchentag. Er engagiert sich ganz bewusst hier und nennt sich selbst nun im Ruhestand Friedensaktivist. Denn Gibsons Familie gehört zu den Londonern, die nach den Bombenabwürfen der Wehrmacht evakuiert wurden. So kam er 1942 in einem kleinen südenglischen Ort zur Welt.

"Ich bin beeindruckt vom Konzept des Jugendparlaments", dankte Gibson Alexander Barth und Marlene Kreyenberg. Sie und ihre Mitstreiter im Jugendparlament wollen die Friedenserklärung aktiv in ihre Arbeit einbeziehen.

Sorge um Weitergabe

Damit könnte sich Pfarrer Fritz Schäfers Sorge erledigt haben. Er fragte sich, vor allem die Jahre nach dem "Fünfjährigen": "Wie kann man die Friedenserklärung am Leben erhalten?" Genügt es, wenn sie mit den zehn Geboten Thema von Konfirmandenstunden ist?

Zwei deutliche Akzente setzt das Jugendparlament: Am Volkstrauertag wird zusammen mit der Kranzniederlegung im Heldenfriedhof auch das Friedens-Dokument an die "neue Generation" übergeben. "Wir wollen ein schönes, ein friedvolles Zeichen setzen", erklärte Barth.

Am Buß- und Bettag (20. November) veranstaltet das Jugendparlament in der FKF Workshops für Schüler. Mit Basteln, Spielen und Spaß - alles zum Thema Frieden. Dadurch soll die Friedenserklärung lebendig gestaltet werden. Zugleich bietet die Veranstaltung auch Kinderbetreuung. "Ich habe Young & Free noch erlebt", erinnert sich Barth. "Aber in den zehn Jahren ist eine neue Generation herangewachsen." Deshalb möchte da sjugendparlament im Kleinen an den Schulen anfangen.