Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann grinste breit. Beim Blaulicht auf dem Dach kommt das Kind im Manne auch bei solchen gestanden Politikern wie Herrmann hervor. Doch noch breiter lächelten die Mitglieder der DLRG Dechsendorf.
"Der Mannschaftstransportwagen wird von uns überwiegend in Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt eingesetzt", erklärte der stellvertretende Vorsitzende Thorsten Pumm. Der Volkswagen T5 mit Allradantrieb wurde größtenteils vom Freistaat finanziert. "Wir haben aber auch noch rund 8000 Euro in die Hand genommen, um das Fahrzeug nach unseren Anforderungen auszubauen", sagt Pumm.
Etwas einfacher wurde diese Finanzierung, da sich die Stadtsparkasse Erlangen mit einer Spende von 1500 Euro beteiligte. Das 45 000 Euro teure Auto kann aber nicht nur die Einsatzkräfte transportieren, ein Bootsanhänger ermöglicht den Transport der Boote zu den Einsatzstellen.

Auto und Dankeschön

Die Übergabe des Wagens erfolgte in Erlangen bei Areva. Denn die Übergabe war nur ein Teil der Ehre, die den Rettungskräften zu Teil werden sollte. Zunächst entrichtete der kaufmännische Geschäftsführer von Areva, Carsten Haferkamp, seine Gruß- und Willkommensworte. Joachim Herrmann wies nochmals auf die Bedeutung der DLRG hin. Herrmann, selber Mitglied dieser Rettungstruppe, vergaß nicht die Einsätze im vergangenen Jahr in den Hochwassergebieten in Niederbayern rund um Passau und Deggendorf sowie dem oberbayerischen Rosenheim zu erwähnen. "Sie engagieren sich selbstlos für die Rettung ihrer Mitmenschen und sorgen unermüdlich für Sicherheit im, am und auf dem Wasser", betonte der Innenminister bei der Feierstunde. "Ihr vorbildliches Engagement verdient hohe Anerkennung. Wir brauchen Frauen und Männer wie Sie, die Solidarität, Teamgeist und Verantwortungsbereitschaft zeigen!"

Immer einsatzbereit

Als kleinen Dank verlieh er Ehrungsabzeichen an die Mitglieder des Ortsverbandes Dechsendorf. Pumm wies im Gespräch nochmals auf die Bedeutung der DLRG hin, die am Dechsendorfer Weiher stationiert ist. "Wir sind ausgerüstet, um gerade bei Unfällen am und im Wasser zu helfen. Die Schadensereignisse wie Überflutung treten immer öfter ein. Aber selbstverständlich kümmern wir uns auch noch um den 'normalen' Schwimmbetrieb hier am Weiher."
Natürlich darf da der Innenminister auch gerne vorbeischauen, um mal die ehrenamtliche Arbeit vor Ort mitzubekommen. Vielleicht auch mit einer echten Blaulichtfahrt.