Das Sterpersdorfer Feuerwehrhaus platzte am Freitagabend fast aus allen Nähten, denn die Feuerwehr hatte "Schdäbäschdäffer Faschingsball" eingeladen. Für den Vorsitzenden Franz Huschka, der den Abend unterhaltsam moderierte, gab es allerdings einen kleinen Wermutstropfen. Einerseits freute er sich, dass viele Gäste aus den umliegenden Ortschaften gekommen waren. Das spräche für die Anziehungskraft der Fastnachts-Veranstaltung im Ort. Andererseits sei er enttäuscht, dass viele Ortsansässige an diesem Abend lieber zu Hause blieben. Schließlich werde der Aufwand beim Einstudieren des Programms in aller erster Linie für die Sterpersdorfer Bürger geleistet. Dennoch seien es fast immer dieselben, die zum Fastnachtsball kämen.

Die Darbietungen an diesem Abend bestanden aus 14 lustigen Spielszenen, die zahlreiche Lachsalven im Publikum auslösten. DJ Dieter Schaub aus Bamberg sorgte für musikalische Übergänge und übernahm die notwendige tonale Untermalung bei einzelnen Spielszenen.

Am Programm selbst waren 22 Personen beteiligt. Diese kamen aus den Familien Düthorn, Scheidel, Zenkel, Buisker und Schockel. Darüber hinaus waren einzelne Mitglieder der Familien Huschka, Nedel, Denk und Schmitt an den Programm-Einlagen beteiligt. Besonderen Dank erntete Harry Buisker, der mit großem Geschick die Programmleitung in die Hände genommen hatte. Er zeigte auch hervorragende eigene Leistungen im Programm.

Ein konservierter Geo Schockel?

Maritta Schockel und Maria Düthorn, die schon im vergangenen Jahr mit ihrer "Sauna-Storrie" den "Vogel" abgeschossen hatten, schlüpften diesmal selbst ins "Federkleid". Als Sterpersdorfer Störche berichteten sie, was ihnen beim Überfliegen ihrer Heimatregion alles so zu Ohr und Auge kommt. Da bekam sogar der rührige Georg Schockel seinen Teil ab. Er habe sich der Sanierung der Sterpersdorfer Bierkeller angenommen, um sich womöglich in deren Kühle selbst haltbarer zu machen.

Neben dieser Darbietung gefielen besonders Szenen über das Kontra neuer Lebensbedingungen und alter Gewohnheiten. Die Tanzprinzessinnen Johanna Denk und Fiona Buisker, der "Frauengesang", die "Seiltänzerin" und die "Dame am Fenster" führten das abwechslungsreiche Programm weiter. Probleme des sexuellen Zusammenlebens wurden mit so viel Witz gestaltet, dass sich vor heiterem Beifall bald die Balken bogen ("Therapie" mit Marina Scheidel und Leon Schockel).