Straßenbaustellen werden in den nächsten Jahren das Gesicht der Stadt Höchstadt bestimmen. Intensiv wurden auf der Höchstadter Bürgerversammlung die Sanierung der Hauptstraße und der Steinwegstraße samt dem Ausbau des Parkplatzes am Vogelseck-Geschäftshaus diskutiert. Etwa 150 Höchstadter waren der Einladung in die Fortuna Kulturfabrik gefolgt.

Das Höchstadter Stadtentwicklungskonzept "Hohestete 2020" soll nach Brehms Worten im Herbst diskutiert werden. Das Stadtoberhaupt will daher "zu unserer Zukunftswerkstatt" möglichst viele Bürger sehen. Es gehe um die Belebung der Innenstadt und darum, ob der Marktplatz ganzjährig gesperrt bleibe.
Auch die Parkplatzfrage müsse diskutiert werden. "Die Bürger neigen dazu, mehr Parkplätze zu fordern, während die Städteplaner sagen, dass sie ausreichen." Die Stadt wünsche sich ein Mehr an Geschäften und weniger Leerstände in der Innenstadt. Mit dem Einzugsgebiet der benachbarten Gemeinden errechnet sich Brehm großes Kundenpotenzial. Statt nach Erlangen zu fahren, müsse die Überlegung heißen: "Mal sehen, ob ich das nicht auch in Höchstadt kriege."

"Manchmal träumt er", war nach der Bürgerversammlung von einigen Teilnehmern zu hören.

Anders als beim festgezurrten Zeitplan des Staatlichen Bauamts für die Höchstadter Nord-Süd-Achse waren die Aussagen zur Sanierung der Hauptstraße, der Steinwegstraße und der Gestaltung der Ringstraße samt Parkplatz noch recht vage. "Eine endgültige Diskussion können wir heute noch nicht führen", so Brehm.

Geplant sei, im Frühjahr 2015 mit dem Ausbau der Hauptstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich zu beginnen. Die Pläne, die Ingenieur Valentin Maier vorlegte, sind allerdings von 2005 und müssen aktualisiert werden. Noch ist es möglich, den einen oder anderen "Anstoß" von Eigentümern und Geschäftsinhabern aufzunehmen und in der Planung zu berücksichtigen.

Die Hauptstraße sei eine "erschließungspflichtige" Maßnahme, so dass die Eigentümer zur Kasse gebeten werden, informierte Brehm.


Auch mit Stöckelschuhen

"Ein glatteres Pflaster" wünschte sich eine Höchstadtererin, das man auch mit Stöckelschuhen begehen, mit Inlinern, Rollatoren oder Rollstühlen befahren könne. Brehm räumte zwar ein, "dass ein erheblicher Teil seniorengerecht werden muss", betonte aber auch, dass die Städtebauförderung ein Wörtchen mitzureden habe. Denn von dort erhofft sich die Stadt einen 60-prozentigen Zuschuss zu der Maßnahme.
"Wir wollen keine Sperrung der Hauptstraße, sondern eine Verkehrsberuhigung", betonte der Stadtchef. Das sei für Geschäfte wie auch für die Bürger die beste Lösung.

Ungefähr vier bis fünf Monate werde die Maßnahme in der Hauptstraße in Anspruch nehmen, antwortete Ingenieur Valentin Maier. Ob man die Straße komplett sperren muss, oder nur halbseitig, sei noch zu prüfen.

Die Hauptstraße und die Steinwegstraße gleichzeitig zu sanieren, ist nach Brehms Worten nicht möglich. "Sonst ist das Chaos perfekt!" Die Steinwegstraße soll daher vorerst provisorisch ausgebessert werden, so "dass das Pflaster noch zwei bis drei Jahre hält". Der momentane Zustand der Steinwegstraße ist nach Brehms Worten "eine Katastrophe".

Ob es Möglichkeiten gebe, dass die Anlieger nur einmal bezahlen müssen, wenn die Straße endgültig hergestellt ist, werde derzeit geprüft. Denn der Stadtchef hält in der Steinwegstraße "eine besondere Situation" für gegeben. "Seit sie fertig ist, macht sie nur Lärm und ist keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung für die Anwohner." Die Bescheide, die an die Anwohner ergangen sind, liegen deshalb "mit aufschiebender Wirkung" erstmal still.


Die beiden Aischbrücken sollen im November 2017 komplett fertig sein