"Das ist das kleine Veitshöchheim hier in Adelsdorf", schwärmte ein begeisterter Besucher am Ende der kurzweiligen Prunksitzung, die auch heuer die Adelsdorfer CSU veranstaltet hat. Trotz der großen Konkurrenz - die Faschingszeit ist heuer sehr kurz - waren zahlreiche Besucher gekommen.

Wie immer führten Uta Möller und Hans Mönius souverän und kurzweilig durch das bunte, gut gemischte Programm. Der Gemeine Elferrat - seit 2014 hat Georg Willert, der Vorsitzende des Rates, aus dem Siebenerrat einen jungen Elferrat rekrutiert - und alle Aktiven, sei es hinter oder vor der Bühne, konnten sehr zufrieden sein mit dem Erfolg des Abends. Ebenso Matthias Goß, der Vorsitzende der Adelsdorfer CSU.

Einer der Höhepunkte waren diesmal die Tagesthemen der Jungen Union, die nach fünf Jahren Pause wieder das Programm bereicherten. Die Moderatoren Mona Lisa Eigenfeld und Nico Kauper ließen die wichtigsten Adelsdorfer Ereignisse des Jahres 2015 Revue passieren. Vom Schulsportplatz, der Jagd nach dem Verräter, dem Kontakt zum Enthüllungsjournalisten in der Schweiz, von Willi Wahl, dem Sportplatzretter, dem Klau des Bürgermeisterrades, vom Pfarrer, der nicht im Gottesdienst erschien, weil er Brötchen holen war, vom Babyboom in Adelsdorf, vom neuen Baugebiet "Seeside", dem "Little Manhattan" und von der angespannten Finanzlage der Gemeinde hörten die schmunzelnden Gäste.


"Einwohnerkidnapping"

Dass Bürgermeister Fischkal sogar "Einwohnerkidnapping" betreibe, vom "Trapp-Ring", der "Ewald-Münch-Gedächtnishalle", der "Golden-Goß-Bridge", dem "Karpfen-Karsten-Ring", dem neuen Karpfenkalender und mehr berichteten die beiden. Unterbrochen wurden die Nachrichten durch eine Eilmeldung: Die SPD Fraktion müsse sich neu sortieren. Gemeinderat Jörg Bubel bliebe nun übrig und wolle sich selbst spalten, um zu einer Fraktion zu werden. Alles war mit Filmen und Bildern unterlegt. Viel Applaus ernteten nicht nur die tüchtigen Moderatoren, sondern auch die Mitarbeiter im Hintergrund, die zum Gelingen der Tagesthemen beigetragen hatten.

Katha und Dirk, das ungleiche Ehepaar, zeigten gekonnt in einem Sketch: "Was sich liebt, das neckt sich". Auch die Dorftratschen Maria und Elisabeth, alias Kunni und Rettel, nahmen sich der Geschichten Adelsdorfs an. Schon auf dem Weg hierher war die Rettel über einen "Maulwurfshügel" gestolpert. Büttenredner Hans Schuh sinnierte über die Erschaffung der Welt und über den Mann, die Krönung der Schöpfung. "Das war er aber leider einmal", bedauerte er.

Willi Dennerlöhr war für die StUB unterwegs. Mit der StUB zum Club. Das war sein Traum. Die Aascher Faschingskracher trafen sich als Cowboys in einem Saloon. Es passte dem Sheriff nicht, dass Jesse James die Macht über Aisch an sich reißen will. Ein Highlight nach dem anderen strapazierte die Lachmuskeln der über 500 Gäste. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Stefan Mönius aus Trailsdorf und seine Schunkelrunden rissen jeden mit.

Die verschiedenen Tanzgruppen, Solisten und Katha mit den No Limits brachten Stimmung und Glanz in den Saal. "Das mit den Altpapiertonnen von der Adelsdorfer Boygroup, aber auch der Säcketanz von den MCS-Ladys war super", hörte man viele Leute schwärmen. Der große Applaus und der Ruf "Zugabe", gab ihnen recht.


20 Helfer im Einsatz

Die Bewirtung für die vielen Gäste lief reibungslos, denn mindestens 20 Helfer, viele davon ehrenamtlich, sorgten in der Küche, im Ausschank und im Saal stets freundlich für das leibliche Wohl der Gäste.

Die Zuschauer und auch die Ehrengäste, die bis nach Mitternacht aushielten, hatten es bestimmt nicht bereut, diesen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend bei der Adelsdorfer CSU zu verbringen. Sie schlossen sich etwas müde, aber gerne der Abschlusspolonaise an und freuen sich schon jetzt auf die nächste Prunksitzung am 28. Januar 2017.