Was zunächst als kleiner Imbiss genehmigt war, habe sich zwischenzeitlich viel größer entwickelt, sagte Thomas Nehr vom Bauamt der Stadt.

Das allein wäre offenbar nicht so wild, doch zwei Dinge stießen der Verwaltung auf. So ist ein Anbau an den Verkauf bis auf die Grenze gebaut worden. Das allerdings beeinträchtige die Sicht auf die Ampel an der Kreuzung der Rathgeberstraße zur Erlanger Straße. Des Weiteren sei dem vorgelegten Stellplatznachweis nicht zu entnehmen, dass die erforderlichen Parkplätze für Autos auf dem Grundstück auch tatsächlich vorhanden sind.

Es sei ein richtig kleines Lokal dort entstanden, sagte Nehr. "So kann das nicht stehen bleiben." Und: "Wenn die Ampel ausfällt, braucht man Sicht." Unter Umständen gäbe es schon Lösungen, sagte Nehr. Der Anbau müsste halt weiter nach hinten versetzt werden, weg von der Straße. Und auch Bürgermeister German Hacker sagte, dass ein Imbiss dort prinzipiell schon möglich sei. Aber als schleierhaft wurde die Stellplatzfrage bewertet. Das müsse zwingend geklärt werden.

Reaktion des Betreibers

Imbissbetreiber Stephan Gauster will nun einen Antrag auf Sondergenehmigung stellen, wie er am Mittwoch auf Anfrage des FT sagte. Er verstehe nicht, dass der Anbau "wegen 70 Zentimetern" nicht genehmigungsfähig sei. Auch wird seiner Ansicht nach die Sicht auf die Ampel dadurch nicht verdeckt.

Mit seiner Halle stehe er überdies schon seit dreißig Jahren auf der Grenze, ergänzte er. Da krähe kein Hahn danach. Hier aber sollen ein paar Zentimeter ausschlaggebend sein.Warum aber ist der Imbiss zum Thema im Bauausschuss geworden? "Das ist plötzlich jemand aufgefallen", sagte Nehr in der Sitzung.