Die Geschäftswelt in der Höchstadter Innenstadt zündet bei dem von der Stadt initiierten Kulturfeuerwerk auch eine Reihe von Raketen. 15 Läden beteiligen sich an der bis zum Sonntag, 5. August, laufenden Aktion "Kunst im Schaufenster" und laden am Freitag, 3. August, zum Kultur-Shopping-Tag ein, an dem sie bis 22 Uhr geöffnet haben.
Ein Bild von der Innenstadt als Galerie machten sich Vertreter aus fast allen Läden zum Auftakt bei einem Rundgang mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Es sei ihm ein Herzensanliegen, dass sich die Geschäftswelt beteiligt, sagte Brehm zum Start des Rundgangs in Helgas Schuhladen. Er sicherte den Geschäftsleuten die volle Unterstützung der Stadt zu.
Kunstschülerin Vivienne Ranger aus der Höchstadter Kunstschule von Irina Gerschmann stellte den Teilnehmern des Rundgangs die Werke aus der Schule vor, die einige Schaufenster zieren. Auch Kunst aus der Modeklasse ist in Helgas Schuhladen zu finden. Stadtmarketing-Manager Thomas Oppelt zeigte sich "schwer begeistert", wie schnell die Geschäftsleute für Aktionen zum Kulturfeuerwerk zu bewegen waren.
Keine Exponate im Schaufenster hat Judith Beuschel. Die Masseurin und Körpertherapeutin lädt zu Klangabenden, die in die meditative Richtung gehen. Bei ihr kommt auch ein Gong zur Linderung von Schmerzen zum Einsatz.
Auch erotische Szenen zeigen die Bleistift-Zeichnungen von Luise Schürmer im Schaufenster des Outdoor-Ladens Wigwam. Die Autodidaktin ist im Hauptberuf Krankenschwester am Höchstadter Krankenhaus.
Handwerkskunst präsentiert Gold- und Silberschmiedemeister Alois Plätzer im Geschäft Am Graben. Seine Gesellen- und Meisterstücke auch aus dem sakralen Bereich sind hier zu sehen. Neben den Werken einer Töpferin aus Sterpersdorf zeigt die Paracelsus-Apotheke "fränkische Braukultur" anhand der Produkte von Brauhaus und Blauer Löwe und lädt auf einen Parcours der Düfte.
Objekte aus dem Kunstunterricht der Don-Bosco-Schule und des Gymnasiums hat die Bücherstube ausgestellt. Zu sehen sind eine Pappmaché-Plastik, die sich an Niki de Saint-Phalle orientiert, Mode aus Papier und exotische Lampen.
Was man aus alten Fahrradschläuchen machen kann, ist im Dessous-Geschäft "Klein und Fein" zu sehen - von der Weisendorferin Heike Schäftner gefertigte Gebrauchsgegenstände.
Der Kulturbeitrag von Blumen Lechner schwimmt auf der Aisch zwischen der alten und neuen Aischbrücke. Markus Lechner setzt kleine Blumen-Kunstwerke in Regenbogenfarben und Schiffchenform "als Bindeglied zwischen Natur und Kultur" ein.