Die Höchstadter Innenstadt wird schon bald an einer weiteren markanten Stelle ihr Erscheinungsbild ändern. Die Neugestaltung der Steinwegstraße beginnt jetzt anzulaufen.

Biegt man vom Schillerplatz kommend in die verkehrsberuhigte Zone im Zentrum Höchstadts ein, bleibt der Blick an einem Gebäude hängen, das schon seit Jahren keine Zierde mehr fürs Stadtbild ist. Inzwischen sind seine Tage endgültig gezählt. Die Stadt hat das Haus schon vor längerer Zeit erworben und den letzten Mieter umquartiert.

Nachdem der Stadtrat jüngst den Abriss beschlossen hat, fehlt laut Bürgermeister Gerald Brehm (JL) nur noch die Freigabe der Städtebauförderung, die die Umgestaltung des Areals bezuschussen wird. Noch im Juni hat der Bürgermeister einen Ortstermin mit den Städtebauförderern und danach soll das Haus so schnell wie möglich fallen.

Die frei werdende Fläche wird dann in den Grünstreifen auf dem früheren Stadtgraben integriert und Stadtturm und Stadtmauer aus einer ganz neuen Perspektive erscheinen lassen.

Bürger dürfen mitreden

Nach dem Abriss des Hauses will Brehm die Planung für die Neugestaltung der Steinwegstraße und des Parkplatzes am Graben ausschreiben. Die Planungsphase soll heuer abgeschlossen werden, der Ausbau ist für kommendes Jahr vorgesehen. Die Pläne sollen dann nicht nur in den zuständigen Gremien, sondern auch in einer Bürgerversammlung besprochen werden.

Weniger mit den Bürgern zu besprechen gibt es dagegen bei den Baumaßnahmen, die im Untergrund der Steinwegstraße anstehen. Ob und wo beispielsweise der alte Kanal ausgewechselt werden muss, wird entschieden, wenn die Ergebnisse der Kanaluntersuchung vorliegen, die in diesen Tagen die Firma Kanal-Türpe aus Gochsheim durchführt. Kanal-TV-Operator Thomas Kirsten und sein Team lassen dazu ein 300 Meter langes, schwenk- und drehbares Kabel mit Kamera in der Kanalisation verschwinden, spülen die Kanalrohre mit Hochdruck ordentlich durch, um dann ihren Zustand beurteilen und dokumentieren zu können.

Kommunen sind übrigens gesetzlich verpflichtet, ihre Kanalisation alle zehn Jahre überprüfen zu lassen. In Höchstadt stehen diesmal insgesamt 19 Kilometer Kanalisation zu Prüfung an.