Auf den Aischwiesen tut sich was. Wo einst die Windfahnen des verstorbenen Höchstadter Künstlers Roland Lindenmann standen, hat der Greuther Schmied Thomas Bochtler damit begonnen, die alten Fundamente für die Aufnahme des generalsanierten Kunstwerks vorzubereiten.

Der Freundeskreis "Initiative Lindenmann", der sich um die Hinterlassenschaft des Künstlers kümmert, hat es sich schon lange zum Ziel gesetzt, die hochwasserfest gemachten Windfahnen wieder am alten Standort zu installieren. "In zwei bis drei Wochen wollen wir sie aufstellen", kündigt Katrin Nißlein an.


Sicherheitsrisiko

Die im Aischgrund weithin sichtbaren gelben und schwarzen Metallmasten mit den Kreisrunden Köpfen waren zum Sicherheitsrisiko geworden und wurden deshalb schon vor Jahren abgebaut. Ursache: Die knapp über dem Fundament angebrachten Lager hielten dem Hochwasser nicht lange stand und drehten sich nicht mehr. Dadurch bekam der Wind eine zu große Angriffsfläche. Die Metallmasten drohten umzustürzen.

Die Lehrlinge des Höchstadter Schaeffler-Werks haben nun im Zuge ihrer Ausbildung neue Lager gefertigt, die Thomas Bochtler dieser Tage unter den Köpfen der Windfahnen, vor schlammigem Hochwasser geschützt, einbaut.

Vorher drehten die Fahnen ihre erste Runde bei der Firma Wiegel im Aischpark. Dort erhielten sie durch Feuerverzink-ung einen Rostschutz. Ist der Greuther Schmied mit dem Einbau der Lager fertig, gehen die Teile erneut zur Firma Wiegel und bekommen eine Pulverbeschichtung in den Farben, die sie ursprünglich hatten.

Verrechnen wird die Firma Wiegel für Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung nichts. "Wir sehen das als Beitrag zum Standort Höchstadt", sagt Werksleiter Reinhold Taut. Einmal wolle man hier in Höchstadt noch lange bleiben und dann mache der Konzern an seinen 39 Standorten öfter solche Projekte für Kommunen .