Bianka Franke ist seit Jahren nicht nur die Vorsitzende des Höchstadter Kinderschutzbundes, sondern auch die treibende Kraft bei den meisten Aktionen und Veranstaltungen des Vereins. Wie sie unserer Zeitung auf Anfrage bestätigte, sieht sie sich aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage, den Kinderschutzbund weiter zu führen. Ihre Bemühungen, jemand für die Nachfolge zu gewinnen, waren bisher nicht erfolgreich.

Franke ist aber nicht die einzige aus der Führungsmannschaft des Kinderschutzbundes, die das Handtuch wirft. Aus krankheits- und beruflichen Gründen wollen auch ihre Kollegen aus dem Vorstand ihre Ämter nicht weiter führen. Zudem sind die Kinderschutzbund-Vorstandsmitglieder auch in anderen Vereinen recht aktiv.

55 Mitglieder

"Wenn niemand mag, müssen wir aufhören", sagt die Vorsitzende des 55 Mitglieder zählenden Vereins. Dem Höchstadter Kinderschutzbund droht die Auflösung, sollten sich keine Nachfolger für die Vorstandsämter finden.

Frankes letzte Hoffnung ruht jetzt auf der Mitgliederversammlung am 21. Oktober um 19 Uhr in den Vereinsräumen in der Kellerstraße. Wenn sich in dieser Versammlung niemand findet, wäre das das Ende des Kinderschutzbundes Höchstadt.

"Regenbogen" abgegeben

Größtes Projekt des Kinderschutzbundes war in den vergangenen Jahren der Betrieb des Kinderhorts "Regenbogen". Hier wurden 25 Schulkinder von der ersten bis zur siebten Klasse am Nachmittag betreut.

Weil dieser Hort mit ehrenamtlichen Kräften nicht mehr zu bewerkstelligen war, hat ihn die Stadt übernommen. Darüber hinaus hat der Verein unter anderem Babysitter ausgebildet, einen Kinder-Kochkurs veranstaltet und eine Familienpaten-Aktion initiiert.