Die Mischung ist optimal: Das neue Höchstadter Jugendparlament rekrutiert sich aus Schülern von Realschule, Gymnasium und Spix-Schule. Außerdem machen Azubis aus dem Handwerk und aus dem kaufmännischen Bereich mit.

Jugendpflegerin Julia Weiland zeigte sich denn auch "begeistert": "Sie arbeiten sehr konstruktiv zusammen", berichtete sie in der Sitzung des Kulturausschusses. Diesem Stadtrats-Gremium stellten die Jugendlichen sich selbst und ihre Ziele vor. Die Themen, die den Jugendvertretern am Herzen liegen, sind sehr vielfältig.

Von Freizeitmöglichkeiten bis Öffentlicher Nahverkehr

Sie reichen von vermehrten Angeboten und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche bis hin zu niedrigeren Preisen im öffentlichen Nahverkehr, vom besseren Zeittakt der Busse bis zur konkret gewünschten Bushaltestelle am Höchstadter Freibad. Zusammenarbeiten und vernetzen wollen sich die jungen Leute vor allem mit den Schulen, aber auch mit anderen Jugendgremien, beispielsweise mit dem Jugendparlament in Erlangen.

Im November des vergangenen Jahres wurde unter Leitung der Jugendpflegerin Julia Weiland das Jugendparlament, das zweite überhaupt in Höchstadt, neu gewählt. 85 Vorschläge für Kandidaten seien dazu eingegangen, berichtete Weiland. Sieben Jugendliche hätten sich zurückgemeldet und zur Wahl gestellt.

Wahlberechtigt waren nach Weilands Bericht 1483 Jugendliche, gewählt hatten 225. Gut 15 Prozent, freute sich die Jugendpflegerin. Aber auch darüber, dass die Schulen die Wahl dieses Mal "sehr viel ernster" genommen, hervorragend kooperiert und für die Wahl des Jugendparlaments geworben hatten. Die Wahlbeteiligung sei daher auch größer gewesen als beim letzten Mal.

Eine gemeinsame Resolution

Am 8. Dezember hat das neue Jugendparlament sein Amt angetreten. Den Vorsitz hat Juliane Säger, 17-jährige Gymnasiastin aus Höchstadt. Christian Aurich, 19 Jahre und Auszubildender, steht ihr als zweiter Vorsitzender zur Seite. Er will besonders die etwas älteren Jugendlichen ansprechen.

Das Jugendparlament soll sich - so wollen es die Stadtväter - auch der Pflege und Weiterentwicklung der Höchstadter Friedenserklärung widmen und Ideen dazu entwickeln. Wie Bürgermeister Gerald Brehm (JL) in der Sitzung erklärte, beabsichtigt die Stadt Höchstadt zusammen mit Erlangen und wenn möglich auch mit Nürnberg eine Resolution zur friedlichen Zusammenarbeit der Städte und Partnerstädte auf der Basis der Höchstadter Friedenserklärung zu verabschieden.

Um dazu Ideen zu entwickeln, benötige das neue Jugendparlament noch etwas Zeit, war den Worten von Marlene Kreyenberg zu entnehmen. Man habe das Thema zwar bereits angesprochen, "einfach weiterreichen" an das neu zusammengesetzte Gremium könne man es aber nicht.

Dem Jugendparlament insgesamt, besonders aber Marlene Kreyenberg und Juliane Säger, die bereits seit zwei Jahren mitarbeiten und auch im neuen Gremium wieder vertreten sind, dankte Bürgermeister Brehm. Mit einem Gutschein würdigte der Stadtchef das Engagement der beiden.