"Der erfreulichste Haushalt, der je vorgelegt werden konnte", schwärmte Bürgermeister Gerald Brehm (JL), als er in der Stadtratssitzung am Montagabend zur Diskussion über den 60-Millionen-Etat aufrief.

Junge-Liste-Sprecher Michael Ulbrich stimmte einen Lobgesang an, dem sich alle Fraktionen anschlossen. Ulbrich sprach vom besten Haushalt aller Zeiten. Der gesamte Stadtrat könne stolz darauf sein. Man habe zwar 500 000 Euro Zinsen bezahlt, aber 3,5 Millionen Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen können. Die Stadt profitiere von ihrer Baulandpolitik und dem gut entwickelten Gewerbegebiet. Die Junge Liste wünsche jetzt noch den Einstieg in den sozialen Wohnungsbau. Ulbrich dankte auch der CSU-Fraktion für ihre Mitarbeit.

Deren Sprecher Michael Schwägerl kündigte diesmal gleich ein mehrfaches Lob an. Einmal freute sich die CSU über die frühe Vorlage des Haushaltsplans und dann sieht sie ihre Anträge auch weitgehend umgesetzt. Es gehöre aber auch Glück dazu, sagte Schwägerl mit Blick auf die Entwicklung der Gewerbe- und Einkommensteuer. Die CSU werde jetzt darauf achten, dass die Vorhaben auch umgesetzt werden.

Darauf hofft auch die SPD. Sie stehe voll und ganz hinter dem Etatentwurf, sagte SPD-Sprecher Andreas Hänjes. Die Fraktion sehe die Firmenansiedlung positiv. Mit Blick auf die drei Wohnblocks in der St.-Georg-Straße - deren Eigentümer Insolvenz angemeldet hat - würde sich die SPD über den Einstieg der Stadt in den sozialen Wohnungsbau freuen.

Von dem 60,3 Millionen-Gesamtetat entfallen 26,7 Millionen auf den Vermögenshaushalt. 19 Millionen werden davon in Baumaßnahmen investiert. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Am meisten Geld fließt in den Neubau der städtischen Kita (2,7 Mio.), die Kläranlage und Kanalisation. Unter der Vielzahl weiterer Investitionen sind Freibad, Außenanlagen Kulturfabrik, Feuerwehrhaus und Kellerbergmuseum.