Die Kostenentwicklung verläuft beim Neubau des Heßdorfer Feuerwehrgerätehauses, insbesondere bei den haustechnischen Gewerken, nicht gerade zufriedenstellend. Die Vergabe des Gewerks Haustechnik beruhte auf fehlerhaften Zahlen, für die das Planungsbüro die Verantwortung übernahm und dafür im Gemeinderat heftig kritisiert wurde.

Auf diese Weise entstand bereits bei der Kostenberechnung eine Mehrung von über 71 000 Euro, die sich nach den Ausschreibungen und zur ersten Kostenannahme auf nahezu 150 000 Euro erhöhte. Dabei war das Gewerk Fernmeldetechnik noch nicht mal berücksichtigt. Allerdings war zum damaligen Zeitpunkt die technische Ausstattung noch nicht endgültig bekannt, weshalb im Planungsbüro auch nur von einer Kostenannahme ausgegangen werden konnte.

Aber spätestens zum Zeitpunkt der Kostenschätzung entsprechend der Leistungsphase 2 hätten genauere Kostendaten ermittelt werden können und die Kostenberechnung nach Leistungsphase 3 hätte dann diese Ungereimtheiten aufdecken müssen, was allerdings vom Planungsbüro versäumt wurde. In der Stellungnahme der TGA Erlangen wird Anfang Dezember dazu eingeräumt, dass dem Fachplaner Fehler bei den Mengenermittlungen passierten, die auch für die jetzige Situation ursächlich waren.

Bei einem Gespräch mit der Feuerwehrführung wurden die einzelnen Anlagengruppen noch einmal überprüft, um eine Reduzierung der Mehrkosten zu erreichen und festzustellen, welche Leistungen neu ausgeschrieben werden müssen. Allerdings besteht bei Neuausschreibungen mit reduziertem Leistungsumfang die Gefahr, dass durch erhöhte Angebotspreise trotzdem keine wesentlichen Minderkosten erreicht werden können. Dazu hatte die VOB-Stelle der Regierung von Mittelfranken vorgegeben, dass bei der Änderung des Leistungsumfangs neu ausgeschrieben werden müsse.

In der Sitzung des Gemeinderats wurden der Vergabebeschluss und die Ausschreibung des Gewerkes Sanitärtechnik wegen Unwirtschaftlichkeit und wegen einer erheblichen Änderung des Leistungsumfangs aufgehoben.

Die Gerüstbauarbeiten wurden an die Firma Dausch als Mindestbieter zum Preis von knapp 15 000 Euro vergeben und lagen damit unter der Kostenschätzung. Die Heizungstechnik wird die Firma Kießling aus Münchberg für knapp 30 000 Euro liefern und montieren. Die Stahltüren wird die Firma Richard Köster aus Neustadt für 22 000 Euro liefern und montieren, die Hallentore der gleichen Firma werden rund 30 000 Euro kosten und die Lüftungstechnik schlägt mit rund 110 000 Euro zu Buche.