So werde erzählt, "dass jemand an Laternen, die vor den Geschäften stehen, mitverdient habe", und eine weitere "Geistermeldung" sage aus, "der Vorstand würde sich die Herzo-Gutscheine unter den Nagel reißen".

Dassler wies dies in aller Schärfe zurück. "Damit ist eine Grenze überschritten. Wenn Mitglieder der Meinung sind, dass es einen neuen Vorstand geben muss, dann sollen sie es offen sagen", erklärte Dassler vor Beginn seines Jahresberichts.

Feste haben guten Zulauf

Darin erinnerte er nochmal an den Wendepunkt der Föwe im vergangenen Jahr mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft und der Gründung von Herzocity. Dass sich im letzten Jahr wieder einiges in Herzogenaurach getan hat, verdeutlichte der Rückblick, bei dem Dassler Schwächen und Stärken ebenso hervorhob wie mögliche Verbesserungen. Aktionen - auch in Zusammenarbeit mit der Stadt - wie Altstadtfest und Mittelalterfest seien große Anziehungspunkte, und auch der Weihnachtsmarkt und die verkaufsoffenen Sonntage würden Menschen aus der gesamten Region nach Herzogenaurach ziehen.

Dass dies alles nicht umsonst zu haben ist und die Aktionen auch von der Stadt und aus Mitgliedsbeiträgen unterstützt werden müssen, verdeutlichte Kassenwart Markus Burkhardt in seinem Bericht. So decken nach wie vor die Einnahmen aus der Zeitschrift "Schaufenster" einen großen Teil des Defizits. Um etwas mehr auf der sicheren Seite zu sein, stellte die Föwe Zuschussanträge für nächstjährigen Aktionen an die Stadt.

Die Herzocard blieb bis zum Ende der Versammlung ein Streitpunkt. Christian Kindler vermisste eine detaillierte Aufstellung, die ihm aber Markus Burkhardt nicht geben konnte. Der Kassenwart konnte nur über bereits erfolgte Abrechnungen und den daraus resultierenden Kontostand berichten. Dass das Projektergebnis "Herzocard" nicht zufriedenstellend sei, konnte Burkhardt auch begründen.

Es fehlen noch Zahlen

So standen den Umsatzerlösen von 7900 Euro über 8200 Euro Gemeinkosten gegenüber. Die Abweichungen begründen sich mit 500 Nutzern deutlich weniger, gerechnet wurde mit 6000 Nutzern. Außerdem gebe es zu wenige Partner und von Defacto gab es trotz langer Verhandlungen keinerlei Gutschriften. Zudem sei die Abwicklung mit S-Card-Service wesentlich komplexer als angenommen, mit der Folge, dass es zu verzögerten Abrechnungen und Nachbearbeitungen komme.

Aktuell stünden immer noch Partnerabrechnungen und Kosten aus, "deswegen ist mein Zahlenwerk auch nicht repräsentativ", erklärte Burkhardt auf die wiederholte Nachfrage nach einer genaueren Abrechnung. Damit dürfte die Herzocard einem baldigen Ende entgegensehen.