Keine Frage, auf der Stadt lastet ein hoher Wohnraumdruck. Und dem will man jetzt massiv begegnen. Mit dem Spatenstich des neuen Baugebiets auf der Herzo Base setzt die Stadt ein Zeichen zur absehbaren Entlastung für den Wohnungsmarkt in der Aurachstadt. So drückte es Bürgermeister German Hacker (SPD) aus, als er bei herrlichem Sonnenschein gemeinsam mit Vertretern der Baufirma und der Planer sowie Mitarbeitern und Stadträten ein Projekt startete, das voraussichtlich die nächsten anderthalb Jahre andauern wird: die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Wohngebiet im Stadtteil Herzo Base.

Die Arbeiten werden von der Firma Rädlinger aus Cham durchgeführt und umfassen die Herstellung von Kanälen und Straßen für knapp 3,9 Millionen Euro. Die wesentlichen "Köpfe" der Firma waren gestern vor Ort. Zumindest Bauleiter Daniel Wendl und Polier Karl Tremmel wollen werktäglich vor Ort sein, und das bis weit ins Jahr 2015 hinein.
Die Verlegung der Versorgungsleitungen für Fernwärme, Wasser und Glasfaser erfolgt abgestimmt mit den Erdarbeiten für Kanal durch die Herzo Werke. Hacker hofft, dass spätestens im ersten Halbjahr 2015 für die ersten Bauwilligen die Möglichkeit einer eigenen Bebauung in diesem Areal geschaffen sein werden.

900 Menschen werden in diesem zweiten Bauabschnitt letztlich Wohnraum finden können. Das sei ein ganzer Ortsteil und fast die Größenordnung von Hauptendorf, wie Hacker wiederholt feststellte. "So etwas geht nicht von heute auf morgen."

Vom Single bis zum großen Haushalt

Das neue Baugebiet ist so konzipiert, dass Wohnen für alle Generationen möglich sein werde, wie der Bürgermeister feststellt. Vom Single bis zur größeren Familie, vom Senior bis zur Wohngemeinschaft werde dieser Abschnitt eine hohe Lebensqualität mit einer perfekten Infrastruktur bieten. Und auch Barrierefreiheit sei e selbstverständlich, im öffentlichen Raum wie auch später in den Wohngebäuden.

Eine sehr wichtige Rolle spielt für den Bürgermeister die Grüngestaltung. So werde ein großer Grünraum für Anwohner, Spaziergänger und Besucher geschaffen. Darüber hinaus sollen schützenswerte Hecken und Bäume erhalten beziehungsweise verpflanzt werden. German Hacker: "Ich kenne kein Wohngebiet in Herzogenaurach, das in direkter Nähe so viel Grün hat."

Schon jetzt werden alle Anwohner, Radfahrer und Spaziergänger um Verständnis für die umfassenden Bautätigkeiten gebeten. Bisher gewohnte Wege werden nun durch die mit schwerem Gerät durchzuführenden Arbeiten nicht oder nur eingeschränkt benutzbar sein. Die ersten Verbotsschilder werden in den kommenden Tagen aufgestellt.