Es tut sich was in Sachen Wohnungsbau in Höchstadt. Nicht nur seitens der Stadt werden Pläne geschmiedet, wo und wie neue Wohnungen geschaffen werden könnten. Auch private Investoren wollen Projekte angehen.

Während die Stadt den Fokus darauf legt, für breite Bevölkerungsschichten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, versprechen sich private Bauherren natürlich auch eine Rendite. So war der Bau von Mehrfamilienhäusern das dominierende Thema in der jüngsten Bauausschusssitzung.

Ohne große Diskussion stimmte der Ausschuss der Voranfrage für eine größere Wohnanlage zu, die in Etzelskirchen an der Pfarrer-Eckert-Straße entstehen soll. Dafür wird der mehrgeschossige Bau, in dem zuletzt ein China-Restaurant betrieben wurde, ebenso abgerissen wie eine schon viele Jahre alte Rohbau-Ruine im hinteren Teil. Für CSU-Sprecher Alexander Schulz ist der geplante Neubau ein "massiver, riesiger Kasten". Bürgermeister Gerald Brehm (JL) widersprach: "Es werden zwei Baukörper."

Ein Haus mit 14 Wohnungen plant ein weiterer Investor auf einem Grundstück in der St.-Georg-Straße, das unterhalb der drei Zwölffamilienhäuser liegt und an die Bamberger Straße angrenzt.


Konkrete Beschlusslage

Über eine Stunde nahmen sich Bürgermeister und Ausschussmitglieder Zeit, um sich von dem Gelände unterhalb der Kerschensteiner Straße ein Bild zu machen und mit Gegnern des dort geplanten städtischen Projekts zu diskutieren.

Man habe für den Bereich Hartplatz eine konkrete Beschlusslage, erklärte der Bürgermeister. Hier hat der Stadtrat mit großer Mehrheit bereits Architekt Fritz Wiesneth beauftragt, dessen Vorschlag für zwei Baukörper mit insgesamt 15 Wohnungen weiter zu verfolgen. Die Stadt brauche bezahlbaren Wohnraum, sagte Brehm. Für ihn sei das eine verträgliche Bebauung. Ob und wie es auf der Grünfläche mit den alten Obstbäumen weiter geht, müsse man sehen. Woanders habe die Stadt keine vergleichbaren Flächen, um der vom Staat geforderten Verdichtung nachzukommen, entgegnete Brehm den Kritikern. Man müsse abwägen.

Architekt Wiesneth erläuterte auf dem Hartplatz seine Planung. Den aufgeschütteten Hartplatz möchte er auf das natürliche Gelände abtragen. Um die Gebäude optimal platzieren zu können, müsste allerdings auch die Hecke um den Hartplatz weichen. Dafür würde aber neues Grün gepflanzt und der grüne Gürtel vom Nachbargrundstück in die geplante Bebauung hineingezogen.