Der Gremsdorfer Hersteller von Großwälzlagern und Getriebebaugruppen Imo muss 70 Arbeitsplätze streichen. Das hat die Firma in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Grund sei der extreme Kostendruck, der seit Mitte 2017 auf der Windenergie laste, auch in den für Imo wichtigen Märkten China und Indien. Drehverbindungen von Imo werden in vielen Windkraftanlagen verbaut. Eine kostendeckende Herstellung der einfacheren Kugeldrehverbindungen sei in Gremsdorf nicht mehr möglich.

Die Umsätze im Windbereich seien in den vergangenen Monaten gefallen. Um sich ein Stück weit aus der Abhängigkeit des Windmarktes zu lösen, setze Imo für die zukünftige Unternehmensentwicklung auf eine stärkere Fokussierung der Drehverbindungen für den Industriebereich sowie auf die zweite Produktlinie - die im Gremsdorfer Gewerbegebiet gefertigten Schwenktriebe.

Durch den massiven Ausbau der beiden anderen Sparten könnten viele Arbeitsplätze, die vom extremen Preisverfall in der Windbranche betroffen sind, verlagert werden. Trotzdem fehle aufgrund des Einbruchs im Bereich Wind für rund 70 Personen der Beschäftigungsbedarf. Hauptsächlich betroffen sei der Bereich Herstellung.

Die Neuausrichtung der IMO Unternehmensgruppe soll bis Ende 2018 umgesetzt sein. Langfristig rechne die IMO Geschäftsführung wieder mit einer Stabilisierung des Windumsatzes auf niedrigerem Niveau als bisher. Im Windbereich soll die Herstellung von Hauptlagern, speziellen Blatt- und Turmlagern sowie Lagern für den Ersatzteilbedarf weiterhin in Gremsdorf erfolgen. Auch Neuentwicklungen im Blattlagerbereich sollen hier gefertigt werden.