Mittelalterliche Musik von Sackpfeife, Gitarre und Trommel mit den Dudelzwergen zum Herzogenauracher Mittelalterspektakel und eine feurige Show von Braxas-A und Arne Feuers chlund erwarteten die aus nah und fern angereisten Gäste in Uraha am Sonnabend.

Eine Herzogenauracher Altstadt, wie man sie heute nicht mehr kennt, nur an wenigen Tagen im Jahr ziert das Kopfsteinpflaster Stroh, und im Schlossgarten stehen Zelte - nicht aus der modernen, sondern aus mittelalterlichen Zeiten. Dann zeigt der Kalender Ende Juli und das Mittelalter hat in Herzogenaurach eingeschlagen.

Für ein Wochenende präsentieren Gaukler, Feuerspucker, Handwerker und viele mehr die Traditionen des Mittelalters. So auch auf dem Herzogenauracher Markt, auf dem eine Bühne aufgebaut wurde. Zu mittelalterlichen Getränken oder auch einfach nur einer Maß Bier wirkte die mittelalterliche Stimmung auf die Gäste. Zum großen Programm zählten am Samstag die Dudelzwerge. Das ist eine deutschen Folk-Band, die sich im Jahr 2000 gründete, jedoch mit mittelalterlicher Musik und Elementen des Rock auf Mittelalterfesten wie in Herzogenaurach zu hören ist. Mit kraftvollen Balladen bis hin zu traditioneller Marktmusik war im Repertoire alles dabei, um die Besucher auf dem Markt zu unterhalten. Nach knapp einer halben Stunde, als es völlig dunkel war, schlug die Stunde der Feuerschlucker und Feuerspeier.

Das Duo Braxas-A und Arne Feuerschlund begeisterte das Volk. Mit beeindruckender Action und jeder Menge Tricks gestalteten die drei Gaukler kurzweilige Momente der feurigen Unterhaltung. Und wer nicht auf seine Kinder aufpasste, musste fürchten, diese als brennende Fackel wiederzufinden, deshalb legte Arne Feuerschlund vor der Show ein Seil aus.

Wer es übertrat, konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil der spektakulären Show werden und als menschliche Fackel das Fest verlassen. Nach dem Ende des unterhaltenden Programms gegen 23.15 Uhr war es den Damen und Herren noch gestattet, ihren Trunk zu Ende zu genießen und sich im Anschluss auf den Weg in ihre Zelte im Schlossgarten oder nach Hause zu machen.