Jedes Jahr feiert am letzten Januartag die Höchstadter Don-Bosco-Schule ihren Patron und Namensgeber. In diesem Jahr feierte nicht nur Höchstadts Dekan Kilian Kemmer, der alljährlich mit der Schulfamilie den Tag begeht, mit. Bambergs Erzbischof Ludwig Schick besuchte zum Don-Bosco-Fest das Höchstadter Förderzentrum.

Ein begeisterter Empfang wurde ihm durch den Schulchor mit dem schmissigen Song "Vivat Don Bosco" bereitet. Viel Herzlichkeit und Freude war angesichts des Besuches aus der Bischofsstadt zu spüren. Rektor Ludwig Klaus war eine gewisse Ergriffenheit anzumerken, die auch in seinen bewegenden Worten zum Ausdruck kam. Der Funken der Begeisterung sprang auch auf Ludwig Schick über, der ganz zwanglos mit den Kindern und Jugendlichen im Schulhaus in Kontakt trat und sich als Fan des Heiligen Don Bosco outete.

Ein anstrengendes wie abwechslungsreiches Programm hatte dabei der Erzbischof zusammen mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und Dekan Kilian Kemmer zu absolvieren. Lehrerkollegium und Schüler ließen sich einiges zum diesjährigen Don-Bosco-Fest einfallen: Unter anderem gab es musikalische Darbietungen des Schulchores unter der Leitung von Hermann Schillert. Ein Theaterstück der Diagnose-Förderklassen zeigte - thematisch und kindgerecht einstudiert von Lehrerin Inge Schulze-Werner - die Auswirkungen negativer und positiver Gefühle auf das eigene Selbstwertbewusstsein.

In den einzelnen Klassen gab es altersbezogene Unterrichtseinheiten zu dem charismatischen italienischen Priester und Jugendseelsorger Don Bosco, der sich im 19. Jahrhundert in Turin besonders für am Rande der Gesellschaft stehende Jugendliche einsetzte. Filme und weitere Medien standen thematisch zur Verfügung. Umrahmt wurden die Begegnungen von einem leckeren Büfett, das die Hauswirtschaftskurse mit ihrer Lehrerin Gabriele Batz gezaubert hatten.

Sehr persönliche Fragen

Erzbischof, Dekan und Bürgermeister standen den Fragen der Schüler Rede und Antwort. Besonders die Runde mit Kommunionkindern und Firmlingen stellte sehr persönliche Fragen an den Bischof nach dessen Tagesablauf, Gehalt, seiner Biografie. Ludwig Schick blieb keine Antwort schuldig. Schließlich würdigte der Dekan die "segensreiche wie unverzichtbare Arbeit der Schule" mit einer Spende der Pfarrei und übergab einen Scheck mit 2500 Euro. Jedenfalls sah der Erzbischof das Lebensmotto Don Boscos "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" an der Höchstadter Schule voll verwirklicht.

Im Anschluss ließ sich der Bamberger Oberhirte an der benachbarten Berufsschule verwöhnen. Nach der Begrüßung durch Direktor Martin Firsching und seine Höchstadter Vertreter Gudrun Gumbrecht und Marco Denk besuchte Erzbischof Schick die Gastronomieabteilung der Schule und testete die Kochkunst der Lehrer und Schüler.

Zum Abschluss seiner Visite stattete der Erzbischof der Fachakademie für Sozialpädagogik einen Besuch ab und informierte sich über das Angebot der religionspädagogischen Ausbildung für Erzieherinnen.

Die neue Schulleiterin Alexandra Mischner und die Religionsdozentin Monika Batheja konnten mit dem Erzbischof genauso ins Gespräch kommen wie die Studierenden selbst, denen Ludwig Schick vielleicht zum Abschluss ihrer Ausbildung - natürlich nur auf eigenen Wunsch der Kursteilnehmer - die kirchliche Lehrerlaubnis erteilen wird.