Wenn die rund 100 Einwohner von Förtschwind, dem östlichsten Stadtteil von Höchstadt, ihre Kerwa feiern, ist immer einiges geboten. Nachdem am Freitagabend zum Auftakt "Die Stadelhofner" für beste Stimmung gesorgt hatten, bildeten am Sonntagnachmittag die berühmten Förtschwinder Festspiele einen weiteren Höhepunkt.

Diesmal war es kein Fischerstechen, kein Fischerziehen, kein Fischerspritzen, es waren keine Einhornspiele und keine Schubkarren-Geschicklichkeitsspiele wie in den vergangenen Jahren. Es ist bestimmt nicht einfach, immer neue Spiele zu erfinden, aber die Förtsch-winder sind darin Meister.

Für die acht teilnehmenden Zweier-Teams war heuer ein Geschicklichkeitsparcours im Wasser aufgebaut und es ging darum, welches Team am schnellsten mit seiner Luftmatratzen-Pizza am anderen Ufer war. Vielleicht wäre der Name Pizzaboten-Spiele passend, aber diesmal konnte man getrost auch von "Schlammspielen" sprechen, denn jeder Teilnehmer musste ins schlammige Wasser springen. Ein Schuh wäre dabei fast verloren gegangen, aber mit einem Rechen wurde er aus den schlammigen Fluten gefischt.

Ein ganz besonderer Duft

Moderator der Pizzaboten-Spiele war Markus Spindler und er führte auch vorher die Teams in die Geheimnisse des Spiels ein. Alle Teilnehmer bekamen immer viel Beifall, wenn sie auf der anderen Seite des Weihers angekommen waren, aber man durfte ihnen nicht zu nahe kommen, denn sie verströmten einen ganz besonderen Duft. Nachdem das erste und zweite Siegerpaar feststand, führte man die Spiele nicht mehr weiter. Teilnehmer waren "Die strammen Zwei" (ehemalige Schulkameraden, jetzt aus Röttenbach und Coburg), das Team Rumänien, das Team Förtschwind, das Team Lauf, das Team Vorra, das Team Höchstadt, das Team Zentbechhofen und das Team Greuth. Sieger wurden die Zentbechhofener, gefolgt vom Team Förtschwind. Es war zu kalt und die Teilnehmer froren sichtbar unter ihren Wolldecken. Alles strömte sofort ins Festzelt, um sich bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen.