50 Jahre später hatten sich die Gesellschafter der Martin Bauer Group, Adolf und Martin Wedel, den Platz vor genau diesem Gebäude ausgesucht, um dem heutigen Geschäftsführer für seine langjährige Firmenzugehörigkeit zu danken und ihm zu gratulieren.

Brötchen holen beim Metzger

"Er hat am Anfang auch typische Lehrlingsaufgaben gemacht, etwa Post oder Semmeln beim Metzger geholt", sagte Martin Wedel. Eine Feststellung, die bei den vielen Mitarbeitern, die sich im Hof versammelt hatten, gut ankam. Doch lange blieb es nicht dabei. "Unser Vater, hat dein Potenzial früh erkannt", sagte Martin Wedel. Und so dauerte es nicht lange, bis es Hack zum Assistenten seines Onkels Hans Wedel brachte. Mit 20 Jahren war er der jüngste Prokurist, den die Firma jemals hatte. Schließlich wurde er Geschäftsführer.

Martin Wedel sagte, er schätze vor allem Hacks "unnachahmliche Fähigkeit, aus einer Krise gestärkt hervorzugehen". Adolf Wedel übergab Hack Urkunden der Firma und der IHK, sowie eine Skulptur, die einen stilisierten Handschlag zeigt. Zu diesem Geschenk hat Wedel ein altes Heft inspiriert, in dem die Leitlinien der Firma festgehalten worden sind. Eine Seite zeigte groß das Bild eines Handschlags mit dem Slogan "Auf uns ist Verlass". Mitentwickler dieser Broschüre war - natürlich - Helmut Hack selbst.

"Alleine hättest du alles nicht geschafft", sagte Adolf Wedel, "du hattest immer jemanden, der hinter dir steht." Gemeint war Ehefrau Karin, die mit einem Dankeschön und einem Blumenstrauß bedacht wurde.

Hack gab sich in seiner Dankesrede bescheiden. Er betonte zunächst, dass es für ihn immer um die Prinzipien des "ehrbaren Kaufmanns" gehe: "Ein ehrbarer Kaufmann geht zum Beispiel gut mit seinen Mitarbeitern um, betrügt seine Lieferanten nicht und findet mit seinen Kunden Lösungen, von denen beide Seiten profitieren." Diese Prinzipien würden bei der Martin Bauer Group gelebt.

Wichtig sei in einer Firma, dass man gut miteinander umgehe. "Damit meine ich nicht, dass es nicht auch Auseinandersetzungen oder Konflikte geben darf", sagte Hack. Gutes Miteinander sei nicht dumm, denn so gebe es am Ende immer eine Kraft, die das Unternehmen nach vorne bringt. Man müsse gleichzeitig hinter den Produkten stehen, sie sogar "lieben", wenn man sie verkaufen will

Sichtlich bewegt dankte er den Gästen für die Firma und die gute Arbeit des vergangen halben Jahrhunderts: "Es ist, wie man hier sagt, einfach schee."