"Wir freuen uns über die ehrenamtlichen Fahrer", sagte Darius Götsch, Regionalvorstand der Oberfränkischen Johanniter. Sollten die Anfragen in großem Maße steigen, könne es wohl problematisch werden. "Aber darauf hoffen wir", freut sich Götsch schon jetzt.
Bei den Johannitern im "Treff unter den Linden" wurde ein Fahrzeug gesegnet, mit dem der Schlüsselfelder Hilfsdienst einen Hol- und Bringdienst ins Leben ruft. Älteren oder behinderten Menschen soll damit ein Stück Beweglichkeit und Selbstständigkeit bewahrt werden.


Auch Jugend soll profitieren

"Generationsübergreifend" soll aber auch die junge Generation ohne Fahrerlaubnis davon profitieren, erklärte bei der Einweihungsfeier Yvonne Wagner, die den Fahrdienst organisiert. Beispielsweise, wenn Veranstaltungen im Rahmen der Jugendarbeit angesagt sind. Als Shuttle-Service soll der Transporter Senioren und Hilfsbedürftige, aber auch Menschen, die nicht mehr uneingeschränkt mobil sind, zum Einkaufen, zum Arzt oder auch zu privaten Terminen bringen. In Kürze werde ein fester Termin pro Woche für eine Einkaufsfahrt festgelegt. "Wir fragen gerade den Bedarf ab und sprechen mit Interessenten", so Wagner. Bei den Johannitern ist man sicher, dass durch die gemeinsamen Fahrten auch das soziale Miteinander gestärkt und Kontakte gefördert werden. Das Angebot könne vor allem Angehörige entlasten, wenn sie auf den Hol- und Bringdienst zurückgreifen.


Dank an die Sponsoren

Über den Treff können ab sofort individuelle Fahrten angemeldet und gebucht werden. Somit werde "die Stätte mit noch mehr Leben erfüllt", hofft Darius Götsch. Mit der Rettungswache, der Sozialstation und dem Treff seien die Johanniter in Schlüsselfeld fest verankert. Götsch dankte den Sponsoren, insbesondere den drei ortsansässigen Unternehmen, die mit Spenden dafür gesorgt haben, dass der vorhandene Kleinbus "wieder flott gemacht" werden konnte. Ganz kostenlos für die Benutzer könne der Bus jedoch nicht fahren. Die Beiträge würden aber auf jeden Fall sozialverträglich gestaltet.
"Im Zeichen des achtspitzigen Johanniterkreuzes" segneten Pfarrer Johannes Kestler und Diakon Hans Scherbaum in ökumenischer Verbundenheit den "neuen alten" Transporter der Johanniter. Das Zeichen verweise auf die acht Seligpreisungen und den Auftrag Jesu, für einander da zu sein, so Pfarrer Kestler. Der Fahrdienst richte den Blick auf die Menschen, die "völlig unbemerkt hier leben" und nur wenige Kontakte nach außen haben.



Kontakt

Interessenten können sich ab sofort an die Johanniter wenden unter der Telefonnummer 0160/4027631 oder unter der Nummer des Treffs: 09552/981240.