Der Gesamtleiter des Liebfrauenhauses in Herzogenaurach, Stefan König, wollte sich an die strenge Vorgabe halten, die er bekommen hatte. Heimleiterin Irmgard Walz hatte in ihrer Begrüßung nämlich gesagt, dass der nur drei Worte sprechen werde. "Ein gutes und..." startete der extra aus Altötting angereiste Leiter und endete mit "...das waren drei Worte."
Doch die Bewohner der Senioreneinrichtung äußerten humorvoll ihren Unmut und standen dem "Chef" ein paar mehr Worte zu. Die nutzte dieser auch, um die besten Wünsche für das junge Jahr zu überbringen.
Es werde ein ereignisreiches Jahr, da ist er sich sicher. Denn in diesem Jahr soll der benachbarte Neubau abgeschlossen sein, so dass der Umzug der Senioreneinrichtung vollzogen werden kann. "Ich wünsche mir, dass wir zu Weihnachten umgezogen sind und den Neujahrsempfang 2019 bereits in neuen Räumen feiern können", sagte König.
Den Neubau hatte die Heimleiterin Irmgard Walz bereits angesprochen. Die Arbeiten seien im vollen Gange und es lohne sich, das Baustellengetümmel immer wieder anzuschauen. "Dafür müssen Sie nicht einmal in die Kälte", warb Walz. "Von Ihrem Fenster aus haben Sie einen hervorragenden Blick und sehen, was dort nebenan passiert." Und wenn nichts passiere, forderte sie die Einwohner auf, "melden Sie mir das, weil wir wollen ja, dass der Bau zügig vorangeht."


Keine fliegenden Gläser

Damit hatte Walz die Lacher auf ihrer Seite, ebenso wie Bürgermeister German Hacker (SPD), der neben dem Grußwort einen Überblick über die aktuelle Situation Herzogenaurachs gab. Der gab nämlich als Devise aus: "Wenn ich zu schnell bin, Sie Fragen haben oder etwas zu klein geschrieben ist, dann heben Sie die Hand oder werfen ein Sektglas nach vorne." Von diesem Wurf machte allerdings keiner Gebrauch, die Bewohner konzentrierten sich lieber auf die Ausführungen und die Verköstigung des Inhalts im Sektglas.