"Dieser Abend kann Ihr Engagement und Ihren Einsatz nicht aufwiegen. Nehmen Sie es als ein Symbol des Dankes und als Würdigung für Ihren ehrenamtlichen Einsatz und für Ihre Bereitschaft, den Mitmenschen zu helfen", erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD) bei der Begrüßung.
Von "A" wie Arbeiterwohlfahrt über Fair-Trade und Hospizverein sowie Flüchtlingsbetreuung, BRK und Tafel bis "Z" wie Zonta reichte die Liste von Andrea Pöltl, die den Ehrenamtlichen die Plätze beim KCH und beim FC zuwies. Etwa 500 Ehrenamtliche sind in Herzogenaurach im sozialen Bereich tätig, und der Bürgermeister würdigte die Arbeit der Menschen in den Kirchengemeinden, in der Seniorenbetreuung ebenso wie bei der Tafel, in der Kleiderkammer, im Sozialdienst in der Fachklinik oder im Einsatz für Natur und Umwelt, bei den Lesepaten und Fördervereinen sowie im Partnerschaftsverein Kaya.

Staatliches Geld geht oft aus

Wer sich derart stark für andere einsetze, "hat es verdient, sich einfach mal hinzusetzen, es sich gut gehen zu lassen und nichts zu tun". Dieser Aufforderung von Hacker folgten die rund 200 Ehrengäste am Kirchweihmontag nur allzu gerne.
Für Bürgermeister Hacker stellen die vielen freiwilligen Helfer ihre Kraft und Zeit in den Dienst dieser Vereine, Gruppen und Initiativen, ohne in Presse und anderen Medien genannt oder gefeiert zu werden. "Sie alleine machen bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt, unserer Gesellschaft aus", erklärte der Bürgermeister. Sicher sei, dass vieles ohne den ehrenamtlichen Einsatz gar nicht möglich ist, weil das Geld aus staatlichen Quellen oftmals versiegt. Mancher Dienst sei jedoch mit Geld erst gar nicht aufzuwiegen - die persönliche Begleitung behinderter Menschen, die Nachtwache am Bett eines Sterbenden oder die tröstenden Worte bei dem Verlust eines geliebten Menschen seien in jeder Beziehung unbezahlbare Dienste. Aber auch den Familien der Ehrenamtlichen gebühre ein Dankeschön, denn sie sind es, die bei der Ausübung eines Ehrenamtes auf den Partner oder die Partnerin verzichten müssen.
Die Helfer genossen es, einmal selbst im Mittelpunkt zu stehen und bei einem kühlen Getränk mit anderen Helfern entspannte Gespräche zu führen. "Man kennt sich, aber oft fehlt im Alltagsleben die Zeit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen", meinte Lothar Rösner vom Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde. Ein solcher Tag gebe Gelegenheit, sich mit anderen Gruppen auszutauschen oder auch über gemeinsame Projekte zu sprechen. Dazu lud der schöne Sommerabend im Weihersbach geradezu ein, und mit den "Bajuwaren" war auch für die Kirchweihmusik gesorgt.