Die Höchstadter Fanmeile, auf der sonst hunderte Fans die deutschen Siege ausgelassen und fröhlich feierten, muss diesmal ohne Fridolin auskommen. Ein Bauzaun umringt den Karpfen komplett. Kein Durchkommen für keine einzige schwarz-rot-goldene Fahne.

"Der Kreisel wurde den ganzen Mai über aufwändig neu bepflanzt. Das muss sich jetzt erstmal festigen", erklärt Bürgermeister Gerald Brehm (JL) auf Nachfrage. Umgrabungen, Wurzelstöcke entfernen, neue Erde einsetzen, pflanzen, düngen - die Arbeiter des Bauamts und des Bauhofs gestalteten den kompletten Kreisel neu. Statt Bäume zieren jetzt Salbei, Lavendel, Sonnenhut und Pfefferminz das Umfeld des Karpfens. Sie sollen den Kreisel attraktiver machen. "Wir haben es jetzt so schön hergerichtet. Es wäre jammerschade, wenn das kaputt gehen würde und die Arbeit umsonst gewesen wäre", erklärt Gartenbaufachmann Hermann Zehn.

Zu warten, bis die WM wieder vorbei ist, wäre nicht möglich gewesen: "Die Kräuter mussten im Frühjahr angelegt werden. Die Zeit hat gedrängt", sagt Zehn. Er könnte sich als Ausweichmöglichkeit für die Fußballfans genauso wie Bürgermeister Brehm den Festplatz vorstellen. Und auch wenn heuer nicht auf dem Kreisel gefeiert werden darf, um ihn herum kann natürlich trotzdem weiter gekreiselt und gejubelt werden. Dann könnte er auch trotz Bauzaun ein bisschen mitfeiern und dabei sein beim diesjährigen Sommermärchen.