Überschaubar war er, der Faschingszug, der am Dienstagnachmittag durch die Höchstadter Innenstadt rollte. Dafür zogen die heuer nur 15 Gruppen mit umso größerer Begeisterung durch die Straßen.

Gerne hätten die Fosänachter mehr Aktivisten willkommen geheißen, aber die Höchstadter sitzen lieber in ihren warmen Stuben, wie Büttenrednerin Gitti Constien nach dem Zug am Marktplatz feststellte. Dies trifft allerdings nicht für die Faschingsnarren zu, die sich bei frostigen Temperaturen an die Straßen stellten und für Stimmung sorgten. Einige Tausend werden es wieder gewesen sein.



Große Motivwagen waren heuer nicht am Start. Nur die örtliche SPD hatte das Motto "Flucht in den Weltraum" aufgegriffen und die "Arche Bavaria" auf die Reise geschickt. Die Fosänachter setzten ihre Kids in einen ersten Wagen und das Präsidium an den Schluss des Zuges. Auch einen Wagen hatte das "Team Riegler" gestaltet. Es präsentierte die Höchstadter Stub - "durch die Stadt und Bauerngass'".

Besonders fantasievoll gekleidet bliesen diesmal die Musiker von Stadtkapelle und dem Spielmannszug der Feuerwehr in ihre Instrumente. Die beiden Klangkörper hatten den Zug vom Start auf den Aischwiesen bis zum Ziel am Marktplatz fest im Griff.

Eindrucksvoll auch die Fußgruppen von HEC und den Eishockeyfreunden Höchstadt. "Wir wollen unsere Sportart repräsentieren", hatten sie sich als Motto gegeben. Wie jedes Jahr war auch wieder eine Fußgruppe der Lonnerstadter Faschingsgaudi dabei, die sich nicht mit Schmährufen auf ihre große Nachbarstadt zurückhielt.
Frauenpower versprühten die "Aischgründer Frauen", die unter dem Motto "My fair Lady" um ihren Bollerwagen tanzten: "Wir denken und lenken, wir locken und rocken, wir gebären und vermehren, wir sind die Zukunft - ist doch klar."

Unübersehbar der Frauen-Stammtisch "Die alten Schrauben", der Regenwurm vom Hort Regenbogen, die versilberten Gymnastikdamen vom TSV Höchstadt und die silberblauen Marsmännchen vom ASV.
Viel "Wahres" servierte zum Abschluss in der Marktplatzbütt 2013 Fosänachterin Gitti Constien. Sie ging aber auch mit den Höchstadtern hart ins Gericht, deren Interesse an den Faschingsaktivitäten schwindet.