Das Eingangstor der früheren US-Kaserne Herzo Base wird nicht in Vergessenheit geraten. Zwar ist es nach dem Auszug der Amerikaner Anfang der 90-er Jahre abmontiert und das Gebäude mit der Pforte abgebrochen worden. Aber bei der Gestaltung des neuen Wohngebiets im neuen Stadtteil Herzo Base soll das Schild als Denkmal aufgestellt werden.

Das sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung. Stadtrat Gotthard Loh maier, der sich sehr für die Geschichte der Amerikaner in Herzogenaurach interessiert, hatte darauf angesprochen.

Hacker zeigte den Räten ein aktuelles Foto des Torbogens, der zurzeit in einer Garage der Stadt eingelagert ist. Er hat in den letzten 20 Jahren offenbar keinen Schaden genommen. Anhand des Fotos sagten auch Walter Drebinger, CSU-Stadtrat und Schmied, sowie Manfred Welker, Dritter Bürgermeister und Denkmalschützer (Hacker: "Herr Konservator") , dass sich das Schild problemlos wieder aufstellen lasse.

Der Bürgermeister sagte in der Sitzung: "Ich beabsichtige, dieses wichtige Erinnerungsstück wieder in den öffentlichen Raum zu bringen, um die Geschichte der Herzo Base zu dokumentieren". Seine Idee hierzu ist, dass der Bogen zusammen mit einer erklärenden Schautafel an Spazierwegen, die in den nächsten Jahren rund um das Wohngebiet entstehen, aufgestellt werden soll. Das könne zum Beispiel südlich des dritten Bauabschnitts am Eingangstor zum neuen Wohngebiet geschehen. Hacker: "Ich sage zu, mich für eine solche Aufstellung einzusetzen". Bis dorthin werde der Bogen eingelagert bleiben. Die Stadt achte auch weiterhin darauf, dass das Schild in einem sanierungsfähigen Zustand bleibt.

Der Beschluss, das Eingangsgebäude abzubrechen und das Tor abzumontieren, sei damals übrigens denkbar knapp mit 15 gegen 14 Stimmen gefallen, erinnerte Lohmaier.

Auch auf der Facebookseite der Gemeinschaft Herzo Base wurde das Thema in 16 Kommentaren diskutiert. Stefan Bischof hält es für "eine sehr gute Idee, daran zu erinnern, was früher hier mal war". Er könnte sich vorstellen, dass man dann am Platz in der Mitte des Wohngebietes eine kleine Informationstafel hinstellen könnte. Eike Haenel ergänzt: "Es ist wirklich ein Denkmal und gehört an einen hervorragenden Platz in der Herzo Base. Eine Informationstafel dazu ist eine sehr guter Vorschlag". Und eine Amerikanerin erinnert sich gern zurück: "Haha, these were the good old days".