In Höchstadt boomt die Baukonjunktur. Auf der Liste derer, die gerne ein Baugrundstück in Höchstadt hätten, stehen hunderte von Bewerbern. Um einen Teil der Nachfrage befriedigen zu können, beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Bebauungspläne "Etzelskirchen West II" und "Lehmgrube II".

Mit dem Gebiet "Lehmgrube II" wird an der Ezzilostraße unweit des BRK-Alten- und Pflegeheims die Lücke zum Gebiet Etzelskirchen West geschlossen. Oberhalb des neuen Friedhofs werden hier 28 Bauplätze für Einfamilien- und zwei für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen. Der Bebauungsplan Lehmgrube II war zwar schon im Januar beschlossen worden, wird aber jetzt nach einigen Änderungen erneut ins Verfahren geschickt.

27 weitere Einfamilien- und fünf Mehrfamilienhäuser sind im Bebauungsplan "Etzelskirchen West II" ausgewiesen. Dieses 4,3 Hektar große Gebiet soll im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung zum Bauland werden. Hier hakte in der Sitzung CSU-Sprecher Alexander Schulz ein und stellte das beschleunigte Verfahren in Frage. Die Erfahrung habe gezeigt, dass ein normales Verfahren schneller gehen könnte.

SPD-Sprecher Andreas Hänjes lehnte als einziger diesen Bebauungsplan ab. Dass auch dieses Gebiet wie schon der Rest komplett über die Ezzilostraße erschlossen werden soll, "kann nicht sein", sagte er. Schützenhilfe bekam er von Zweitem Bürgermeister und SPD-Fraktionskollegen Günter Schulz. Die Zufahrt sei generell ein Problem, meinte Günter Schulz und forderte den Ausbau einer weiteren Zufahrtsstraße. CSU-Sprecher Schulz schlug vor, das Zufahrtsproblem durch den Bau einer Spange zu lösen, die den Bereich des Altenheims und der BRK-Rettungswache ausklammert. Ein Bereich, in dem parkende Autos die Fahrbahn oft auf eine Spur verengen.

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) kündigte an, auch eine Anbindung nach unten auf die Straße Etzelskirchen-Nackendorf anlegen zu wollen. Andreas Hänjes erinnerte daran, eine Anbindung des ganzen Viertels nach oben auf die Staatsstraße schon beschlossen zu haben.

Die Hälfte vergibt die Stadt

Wie Bürgermeister Brehm auf Anfrage des FT erklärte, werden gut die Hälfte der Bauplätze von der Stadt vermarktet. Die Preise werden voll erschlossen zwischen 180 und 200 Euro pro Quadratmeter liegen. Vergeben werden sie nach der Warteliste, für die ein bestimmtes Punktesystem gilt. Dabei werden Einheimische bevorzugt, auch Kriterien wie Familienstand und Kinder spielen eine Rolle.