Eigentlich hat man von den Plätzen auf der Galerie im Maria-Elisabeth-Schaeffler-Saal der Fortuna Kulturfabrik eine gute Übersicht, wäre da nicht der Balken auf der Plexiglas-Brüstung. Seit Fertigstellung des Kultursaals stört er die freie Sicht auf die Bühne.

Von der CSU-Fraktion kamen schon 2014 die ersten Klagen über die Sichtbehinderung. Seitdem wurde viel diskutiert, geprüft, Fachleute und Gutachter befragt, Kosten ermittelt um herauszufinden, welcher Aufwand für mehr Durchblick betrieben werden müsste. 2017 wurde beschlossen, durch eine Klöppelprüfung feststellen zu lassen, ob das Plexiglas-Geländer auch ohne den Metallbügel standhaft genug wäre.

Dieser auf 1800 Euro veranschlagte Test ist jetzt überflüssig. In seiner nächsten Sitzung am Montag, 14. Mai, kann der Stadtrat eine neue Glaskonstruktion beschließen, die auch ohne Metallbügel den Vorschriften entspricht. Ein mit der TU München entwickeltes neues Patent macht eine Glasbrüstung ohne Sichtbehinderung möglich. Die Auswechslung des Geländers wird allerdings 20 200 Euro kosten. Die Macher in der Fortuna würden sich freuen, wenn der Stadtrat zustimmt.