In den naturwissenschaftlichen Fächern kann der Unterricht an Schulen schnell langweilig werden. Viel Theorie, wenig Praxis. Um das zu verhindern, hat auch das Gymnasium Höchstadt eine Sammlung von Modellen, die den Unterricht anschaulicher und abwechslungsreicher machen sollen. Trotzdem finden sich einige Lücken zwischen den Modellen. Diese Lücken wurden nun von Schülern des Gymnasiums unter Leitung von Biologielehrerin Lisa Raab gefüllt. Sie bauten im Rahmen eines P-Seminars - das ist Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung - eigene Anschauungsobjekte auf Wunsch der Lehrer.


3D-Drucker im Einsatz

So wurde die Sammlung der Biologie erweitert, wie am Montagnachmittag vorgestellt wurde. Ein Bakterium-Modell wurde von der Firma Wolf-Brothers in Zusammenarbeit mit den Schülern der zwölften Klasse gestaltet. Die Firma nutzte die vorgezeichneten Pläne der Schüler, um dann ein professionelles Modell zu bauen, in dem man alle Bestandteile eines Bakteriums gut erkennen kann. Mit einem 3D-Drucker haben die Jugendlichen dann das Modell noch nachträglich ergänzt.

Auch die Schulpartner Martin Bauer und Siemens unterstützen das Projekt in Form von Geldspenden. So wurde mit den Geldern auch ein DNA-Modell gebaut. Dieses zeigt eine Doppelhelix und ist aus Styropor. Auch ein Bergmodell für den Geographieunterricht wurde entworfen. Es beinhaltet zwei Berge. Einen kleineren, der die Höhenstufen zeigt und in dem Größeren verstaut werden kann. Der stellt wiederum die Natur eines Berges mit seinen Bäumen und Schnee dar.


Modelle mussten transportabel sein

Bei der Erstellung der Modelle kam es nicht nur auf Anschaulichkeit, sondern auch auf den optimalen Transport für die Lehrer an. Sie müssen leicht und handlich sein, damit die Lehrer sie zwischen den Klassenräumen transportieren können. "Wir haben aber auch auf Langlebigkeit geachtet", erklärte Schüler Jannik Dietz.

Klare Vorgaben hatten die Schüler dabei grundsätzlich nicht. Zwar hatten die Lehrer der Fachschaften Wünsche äußern dürfen, die Umsetzung blieb aber den Schülern selbst überlassen. "Wir waren frei, in dem, was wir machten", erklärte Schüler Nino Wedel, als er vor seinem Modell steht. Er und seine Kameraden bauten neben einem DNA- und Bergmodell auch eine Diamantenstruktur, ein Lungenmodell, ein Bakterium und eine Lernhilfe zur Proteinbiosynthese.

Außerdem haben die Schüler für Lehrer eine Power-Point-Präsentation mit Grundwissensfragen für die jeweilige Jahrgangsstufe erstellt. Diese soll vor allem zur Wiederholung des bereits gelernten dienen.