Noch ist das Jahr nicht ganz zu Ende, aber schon jetzt steht fest: Es war ein erfolgreiches Jahr für den Autozulieferer und Maschinenbauer Schaeffler mit Sitz in Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Den Umsatz aus dem Vorjahr in Höhe von 11,2 Milliarden Euro wird Schaeffler deutlich übertreffen. Das Wachstum lag in den ersten neun Monaten bei rund sieben Prozent. Daran dürfte sich auch in den vergangenen Wochen nichts geändert haben.
"Das höchste Umsatzwachstum haben wir in diesem Jahr in China erzielt", berichtete Schaeffl er-Pressesprecher Christoph Beumelburg auf Anfrage. Mittlerweile führen die Herzogenauracher China aufgrund seiner gewachsenen Bedeutung zusammen mit Taiwan und Hong Kong als eigenständige Region, neben Europa, Amerika und dem Rest Asiens. Um knapp 25 Prozent hatte Schaeffler in den ersten neun Monaten den Umsatz im Reich der Mitte steigern können. In Europa und Amerika waren es im Vergleich dazu 5,1 bzw. 3,4 Prozent.
Getrieben ist dieses Wachstum in erster Linie von der Automobilsparte. 73 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet Schaeff ler mit Produkten, die später im Antriebsstrang von Fahrzeugen landen. Aber auch das andere Standbein des Konzerns, die Sparte Industrie, konnte in diesem Jahr leicht zulegen. Hier macht Schaeffler Geschäfte mit der Produktion von Wälzlagern, die in Flugzeugen, Hochgeschwindigkeitszügen, Windrädern, aber zum Beispiel auch in Bohrern von Zahnärzten eingebaut werden.

30 000 Beschäftigte bundesweit

Das Wachstum des fränkischen Auto- und Industriezulieferers zeigt sich auch in den Mitarbeiterzahlen. Inzwischen beschäftigt Schaeffler in Deutschland mehr als 30 000 Menschen, rund 8100 arbeiten am Sitz in Herzogenaurach. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit hat die 80 000-Marke überschritten. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 73 Produktionsstandorte, zuletzt kamen Nanjing (China) und Uljanowsk (Russland) hinzu.
Auch an der Unternehmensspitze ist Ruhe eingekehrt, seitdem die Gesellschafter Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg zur Jahresmitte Klaus Rosenfeld zum Vorstandsvorsitzenden bestimmten. Der ehemalige Finanzvorstand ist aber auch noch damit beschäftigt, die Schuldenlast aus der Continental-Übernahme abzubauen. Sie betrug Ende September noch 5,8 Milliarden Euro.