Seit zwölf Jahren ist Bernhard Seeberger inzwischen im Amt. Und er will es auch die nächsten sechs Jahre bleiben. Streitig machen will ihm den Posten diesmal Carina Geist, Bürgermeisterkandidatin der SPD.

Dass die beiden sich voneinander unterscheiden, wird schon deutlich bei ihren Antworten auf die Frage, was sie in ihrer Gemeinde eigentlich vermissen. Während Rathaus-Chef Seeberger sich zunächst kurz hält: "Eigentlich nichts. Ein naturnaher Badesee würde Großenseebach weiter aufwerten", hat Geist schon mehr auf ihrem Wunschzettel stehen: "Es fehlt ein echtes Dorfzentrum, wo sich Bürger in ansprechender Atmosphäre treffen und austauschen können."

Die 34-Jährige schlägt beispielsweise einen Jugendtreff, ein Seniorencafé und Vereinsräume vor. Ihr fehlt es außerdem an Spielgeräten und schattigen Plätzen auf den Spielplätzen. Und zu guter Letzt: "Es herrscht eine hohe Nachfrage an - auch barrierefreien - Wohnraum."

Doch Letzteres schreibt sich auch Seeberger auf die Fahne, als es um die Frage geht, wo er in Großenseebach konkret Handlungsbedarf sieht. Und da rücken die beiden Kandidaten bei ihren Zielen für ihre Gemeinde doch näher. Denn auch Seeberger will ausreichendes Baulandangebot, seniorengerechte Wohnformen - und eine Verbesserung der Breitbandversorgung. Die Wahl haben die Großenseebacher am 16. März.

Gemeinde In Großenseebach leben 2428 Menschen, stimmberechtigt sind 1974. Für die insgesamt 14 Gemeinderatssitze gibt es 28 zu vergebende Stimmen pro Wähler.

Wahllokale Wählen können die Oberreichenbacher in drei Wahllokalen.

Kandidaten Bernhard Seeberger (Freie Wähler) und Carina Geist (SPD) sind die Bürgermeisterkandidaten.

Gemeinderat Folgende Gruppen haben eine Liste für den Gemeinderat aufgestellt: CSU, SPD, Freie Wähler.

Rückblick Bernhard Seeberger ist seit 2002 ehrenamtlicher Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag 2008 bei 79,5 Prozent.