Nach einem sechsstündigen Programm und viel "Blummazupfer Helau" sowie "Franken Helau" erklärte Sitzungspräsident Peter Nofski seinen Rücktritt. Er legt seine Aufgabe nach 30 Jahren nieder. Seine letzten Amtshandlungen werden am Faschingsdienstag und zum Kehraus am Aschermittwoch sein.
Dem vorangegangenen Programm konnte man natürlich keinerlei Trübsinn anmerken - der Sitzungspräsident ließ alles erst über die Bühne gehen, bevor er die Hiobsbotschaft für die Blummazupfer verbreitete.
Die vielen Highlights hatten es in sich, und die Franken bewiesen, dass sie zu mehr fähig sind als zu einem "passt scho" und auch aus sich herausgehen können.


Tanzmariechen und Garden

Den Grundstein für die gute Stimmung legten die vier Garden und die Tanzmariechen der Weisendorfer Karnevalisten. Wobei natürlich die Purzel- und Sternchengarde nach dem Einzug des Elferrates samt Betreuerinnen und einem Medley aller Garden von Mamas, Papas, Omas und Opas begeistert gefeiert wurde. Den Mädchen war die Freude am Tanzen sichtlich anzumerken, und dies übertrug sich auch auf die Besucher im Saal.
Der Sitzungspräsident konnte nicht nur ein tolles Programm ankündigen, sondern auch Landrat Alexander Tritthart (CSU), Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) und den Heßdorfer Bürgermeister Horst Rehder (BB) sowie zahlreiche Sponsoren begrüßen. Dass auf den Landrat und die Bürgermeister noch eine Überraschung warten sollte, ahnten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Tanzende Männer

Mit "Der verwirrte Mann" alias Wolfgang Düringer trat der erste Büttenredner auf die Bühne. Für Begeisterung sorgte das Männerballett des Karnevalsclubs aus Herzogenaurach mit "Aladin und die arabischen Nächte". Mit dem Gesangs-Duo Franken-Express und "Wir fahren mit dem Bob" mit Landrat und Bürgermeister als Lenker sowie einem Schautanz der Juniorengarde und einem kleinen Finale endete der erste Teil des Abends, Zeit für einen Drink an der Bar oder eine Zigarette vor der Halle.
Der Büttenredner Jörg Kaiser brachte mit seinem "Kaiserschmarrn" fränkisches Gschmarri, wie er es selber bezeichnete, auf die Bühne. Für einen absoluten Höhepunkt sorgten am Ende "TAK - die Almdudler", die Gruppe aus Erlangen zeigte nicht nur Tänze und machte Gaudi, sondern auch atemberaubende Akrobatik. Wie Leichtgewichte warfen die gestandenen Mannsbilder die Mädels in die Luft und machten Werbung für die nächste Berch-Kerwa. Ebenso beeindruckend und farbenfroh war der Auftritt der Allersberger Hexen. Wie schon im Vorjahr sorgte Andrea Lipka als "Glücksritterin" für Begeisterung. Am Ende war die Sitzung am Samstag ein langer Abend mit einem Ende, das sich die Weisendorfer wohl anders vorgestellt hatten.