So richtig zufrieden war er nicht, der Vorsitzende des Heimatvereins, Klaus-Peter Gäbelein. Zusammen mit der Zweiten Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD), Michael Gauch (Gärtnerei Gauch) und Johannes May (Förder- und Werbegemeinschaft) begutachte Gäbelein den Blumenschmuck in der Hauptstraße sowie der Hinteren Gasse. Die Stadt Herzogenaurach, der Heimatverein Herzogenaurach sowie die Förder- und Werbegemeinschaft hatten zum Blumenschmuckwettbewerb in der Innenstadt aufgerufen.
"Blumenschmuck vor den Häusern und an den Fenstern soll zur Verschönerung der Innenstadt beitragen. Deshalb werden alle Anwohner im Zentrum gebeten, sich an dieser Aktion zu beteiligen", lautete der Aufruf der Stadt. Die Jury aus den genannten Personen begutachtete nun die geschmückten Fenster, um eine Prämierung vornehmen zu können. Der Wettbewerb fand 2008 zum ersten Mal statt und den Gewinnern winken jetzt vier Gutscheine im Wert von je 50 Euro.

Fassaden haben neue Farbe

Positiv aufgenommen wurde von der Jury, dass sich einige Fassaden in neuer Farbe und renoviert präsentieren. "Wir haben in der Innenstadt eine Reihe von herrlichen Fassaden, aber leider auch noch Gebäude, die nicht so gut ins Bild passen", erklärte die Bürgermeisterin. Dazu kommen auch noch einige Bausünden aus den 70er Jahren, wie Gäbelein etwas kritisch anmerkte.
Aber die Fassaden waren beim Rundgang nicht das Kriterium. Die acht Augenpaare richteten sich auf die Fensterfronten und deren Bepflanzung. Nach wie vor wünscht sich Gäbelein mehr Blumen in den Fenstern der Fachwerkhäuser, ihm ist aber auch klar, dass Häuser, Geschosse und Räume vermietet sind und deren Mieter keinen oder wenig Wert auf Blumenschmuck legen.

Fachkundige Blicke

Besonders ins Auge fielen in diesem Jahr wieder die Bäckerei und Konditorei Römmelt, die Gaststätte Ansbacher Tor, die Trattoria La Vecchia, das Wohnhaus der Familie Bedner und die Hausnummer 63 an der Hinteren Gasse sowie weiter Anwesen an der Hinteren Gasse und Engelgasse.
Mit einem fachkundigen Blick erkannte der Juniorchef der Gärtnerei Gauch, Michael Gauch auch, warum manche Blumenkästen auch etwas karg aussehen. So war die Witterung für manche Pflanzen in den Blumenkästen nicht ideal, aber auch mangelnde Pflege und fehlenden Dünger konnte Gauch mit Kennerblick feststellen.
Möglicherweise werden künftig auch einsehbare Hinterhöfe in die Bewertung einbezogen, "wir haben da so manches kleine Paradies in der Altstadt", konnte Klaus-Peter Gäbelein berichten. Im September werden von der Jury die Preise an die diesjährigen Gewinner übergeben.