Sommerzeit ist Kellerzeit. Vor allem in der Gemeinde Hallerndorf, dem "Bier-Eldorado" mit seinen sieben Brauereien. Hunderte von Gästen kamen mit den Autos, Motorrädern, mit dem Fahrrad, per Pedes oder mit dem Bierkeller-Express bei schönem Wetter auf ein gepflegtes Bier und einer deftigen Brotzeit in die Aischtalgemeinde.

Die innovativste Anreise hatte am Wochenende eine elfköpfige Gruppe junger Willersdorfer. Sie baute sich ein Floß, ließ dieses in Willersdorf zu Wasser und trieb mit der Strömung flussabwärts nach Hallerndorf. Das Ziel: Der Lieberth's Dorfkeller, der direkt an der Aisch liegt. Für die etwa 3,5 Kilometer lange Flussstrecke benötigte der Flößertrupp zwar stolze drei Stunden, doch die Jungs hatten mit vielen Anfängerschwierigkeiten zu kämpfen und kenterten einige Male. Verlustig gingen dabei zwei iPhones, die Stereoanlage und ein Sonnenschirm.

Initiator Lutz Reinhold kam auf diese Idee, weil er in England einmal ein "Bier-Floating" gesehen hat. "Das war ein Riesenevent, und weil die Aisch gerade die richtige Größe für ein Floß hat, wollten wir das im Kleinen einmal ausprobieren." Sehr zur Freude der Kellerbesucher. Diese staunten nicht schlecht, als die lautstarke Truppe mit ihrem aus Holzbrettern und 200-Liter Fässern zusammen gezimmerten Gefährt am Ufer anlegte. Und weil die Kumpels von Lutz Reinhold, der den ehrbaren Beruf eines Polizisten nachgeht, schon auf der Wegstrecke zum Bierkeller großen Durst hatten, war der gewählte Wasserweg doch wohl der beste. "Hier bekommen wir keine Probleme mit der Staatsobrigkeit!"