Der 5. Bergtag, der Pfingstmontag, startete ebenfalls mit dem traditionellen Frühschoppen. Das Wetter zeigte sich anfangs bewölkt bei 18 Grad bis 23 Grad. Ab 18.00 Uhr setzte Regen ein, der die Besucherzahlen geringer werden ließ.

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Auf dem Festgelände mussten die Beamten der Bergwache erst gegen 22.30 Uhr tätig werden und eine Auseinandersetzung im Schächtnerszelt schlichten. Hier kamen sich ein 36-jähriger Arbeiter aus Forchheim und ein 21-Jähriger aus Weißendorf aus nicht mehr klärbarer Ursache in die Haare. Durch die gegenseitigen Schläge wurden die beiden sichtlich alkoholisierte Beteiligten leicht verletzt.

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Etwa zur gleichen Zeit fiel einer Zivilstreife der Bergwache ein 29-jähriger Mann aus Schweinfurt auf, der im Gedränge des Abstroms versuchte die Geldbeutel von zwei Besucherinnen des Berges aus den Jacken- bzw. einer Bauchtasche zu entwenden. Der Mann wurde durch die Polizeibeamten festgenommen und nach der Sachbehandlung des Berges verwiesen. Auch im Stadtgebiet verlief der fünfte Bergtag weitgehend ruhig.

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In der Straße am Erlanger Weg beschädigte ein offenbar heimkehrender Bergbesucher kurz nach Mitternacht insgesamt 11 ordnungsgemäß geparkte Fahrzeuge. Der unbekannte Täter trat an den Autos jeweils den rechten Außenspiegel ab. Der Gesamtschaden beziffert sich auf rund 3.000 Euro.

Ein weiteres Auto wurde im Bereich der Burgbergstraße beschädigt. Hier stach ein bislang unbekannter Täter insgesamt fünf Holzschrauben in den hinteren rechten Reifen eines abgestellten Fahrzeugs. Während der Nachfeiern wurden am Pfingstmontag keine Körperverletzungsdelikte bekannt.

Fazit der Polizei zur "Berghalbzeit": Mehr Körperverletzungen und Maßkrug-Schlägereien

Nach den ersten fünf Tagen zeigt sich die Polizei bedingt zufrieden mit dem diesjährigen Verlauf der Bergkirchweih. Die Anzahl der registrierten Körperverletzungen nahmen zwar zu, allerdings handelte es sich hierbei überwiegend um zunächst verbale Auseinandersetzungen von alkoholisierten Bergbesuchern, die dann mit Schlägen für die Kontrahenten fortgesetzt wurden.

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In diesen Fällen wurden die Beteiligten allesamt nur leicht verletzt. Allerdings wurde bei Körperverletzungsdelikten am Berg drei Mal ein Maßkrug als Schlagwerkzeug eingesetzt. Hier hatten die Geschädigten Glück im Unglück, da sie ebenfalls nur leicht verletzt wurden. Anders stellen sich die Verletzungen dar, die ein 21-jähriger Mann aus Fürth nach einem Fußtritt gegen den Kopf am Besiktasplatz in der Nacht zum Sonntag erlitt. Der 21-Jährige wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die Fahndung nach dem Täter blieb bislang erfolglos.

Gegen zwei Bergbesucher wurde aufgrund deren aggressiven Verhaltens Betretungsverbote für die Bergkirchweih und den anschließenden Nachfeiern erlassen. Bereits im Vorfeld wurden gegen insgesamt 14 Personen Betretungsverbote für das Festgelände und den Nachfeiern ausgesprochen.

Weiterhin wurden am Pfingstsonntag zwei aggressive Besucher des Berges bis zum Ende des Festbetriebes nach richterlicher Anordnung in Gewahrsam genommen, da sie fortwährend andere Besucher aggressiv angingen und Polizeibeamte beleidigten.

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Auffällig ist auch, dass sich das zumeist junge Publikum auf einer Freizeitanlage im Umgriff des Berges trifft und nicht wie in den vergangenen Jahren anschließend auf dem Berg weiterfeiert. Diese "Bergbesucher" bleiben nun vielmehr vor Ort und halten sich bis in die späten Abendstunden an der Freizeitanlage auf.

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So zählte die Erlanger Polizei hier nach dem Kastenlauf mehrere 1.000 Personen; auch an den beiden Folgetagen waren bis zu 1.000 Personen anzutreffen. Am Pfingstsonntag und -montag wurden aufgrund der schlechten Witterung nur knapp 200 bis 300 Personen dort gezählt.

Bereits am Freitag stellte die Erlanger Polizei im Bereich der Freizeitanlage zwei Musikboxen sicher, da diese die gesamte Freizeitanlage sowie das anschließende Wohnumfeld beschallte. Gegen die beiden Verantwortlichen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Im Fazit kann aber von einer weitgehend friedlichen Bergkirchweih 2019 trotz der Fallzahlensteigerungen bei den Körperverletzungen gesprochen werden. Die Stimmung ist jedoch nicht mehr so ausgelassen wie in den vergangenen Jahren; vereinzelt ist eine leicht zunehmende Aggressivität einzelner Besucher festzustellen, unter anderem auch gegen die Einsatzkräfte der Polizei.

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