"Werden Sie ein Teil des interkulturellen Austausches", appellierte Mohamed Hédi Addala am Gabelmann an seine Zuhörer. Durch diesen interkulturellen Austausch soll dem Rassismus "eine klare Absage" erteilt werden, wie Addala, 1. Vorsitzender des Migranten- und Integrationsbeirates (MIB) der Stadt Bamberg, es formulierte. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) eröffnete er am Samstag die "19. Interkulturellen Wochen des Migranten- und Integrationsbeirates der Stadt Bamberg".


Starke: Alle sollen sich in Bamberg wohlfühlen

In diesem Jahr stehen die Interkulturellen Wochen unter dem bundesweiten Motto "Rassismus beginnt im Kopf. Offenheit auch." - Und genau das erläutert auch gleich die Ziele der Interkulturellen Wochen, wie Addala in seiner Eröffnungsrede feststellte. Für Schirmherr Andreas Starke ist diese jahrelang bestehende Tradition vor allem ein Beitrag dahin, dass sich alle in Bamberg wohlfühlen. Es soll aber auch ein Zeichen gesetzt werden - ein Zeichen dafür, dass die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen, kulturellen oder religiösen Gruppe oder aufgrund bestimmter Merkmale abgelehnt wird.

Reichhaltiges Programm bis 9. November

In diesem Jahr werden die am Samstag, 21. September, eröffneten Interkulturellen Wochen bis zum 9. November andauern. In diesen sechs Wochen wird ein reichhaltiges Programm mit rund 160 Veranstaltungen geboten. Eine davon ist die Bamberger Integrationsmesse, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Konzert- und Kongresshalle stattfinden wird. Veranstalter sind die Stadt Bamberg und der Migranten- und Integrationsbeirat, doch auch zahlreiche weitere Vereine und Institutionen beteiligen sich durch eigene Angebote am vielseitigen Programm, das vollständig auf der Internetseite des MIB (www.mib.stadt.bamberg.de) zu finden ist. Darin zu entdecken gibt es neben Konzerten, Stadtrundgängen und Tagen der Offenen Tür noch viele weitere Veranstaltungen.

Interkultureller Dialog: Radeln gegen Rassismus

Nach der offiziellen Eröffnung durch OB Starke folgte am Samstag auch gleich die erste Gelegenheit zum interkulturellen Dialog. Beim "Radeln gegen Rassismus" konnten die Bürger gemeinsam - und vor allem auch friedlich - demonstrieren, dass sie rassistische Denkweisen nicht tolerieren.