Es soll nicht einfach ein Asphaltband von A nach B werden, der Fuß- und Radweg, der im kommenden Frühjahr das Gelände der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt mit dem Parkplatz am Festplatz in den Aischauen verbinden wird. Architekt Fritz Wiesneth will den Spaziergang über diesen Weg zu einem Erlebnis machen.

Der neue Weg ist Teil der Außenanlagen um das Fortuna Kulturzentrum, deren Bau auch im Frühjahr beginnen soll. Die Pläne segnete der Bauausschuss des Höchstadter Stadtrats in seiner Sitzung am Montagabend ab. Mit der Gestaltung der Freifläche hinter dem ehemaligen Fabrikgebäude und den Sportanlagen in den angrenzenden Aischwiesen wird das Projekt Fortuna endgültig abgeschlossen und noch einmal kräftig aufgewertet.

Den Weg vom Parkplatz zu den Außenanlagen möchte Architekt Wiesneth als "kleine Kunstachse" gestalten. "Man sollte auch an die Kultur denken", sagt der Architekt und sieht dafür Flächen vor. Die Trasse des Pfades wird übrigens so gelegt, dass der Spaziergänger beim Gang zum Parkplatz immer das Höchstadter Schloss im Blick hat.

Licht von Solarleuchten

Damit der Weg auch nachts einladend ist, wird er mit vom Stromnetz unabhängigen Solarleuchten beleuchtet. Er soll überhaupt Höchstadt-Süd näher ans Stadtzentrum binden. Eine Rampe und eine Treppe führen hinauf auf das Freigelände hinter dem Kulturzentrum. Dort werden die unter Denkmalschutz stehenden Reste des alten Heizhauses zu einem Ausstellungspavillon umgebaut, in den Richtung Hauptgebäude eine überdachte Bühne integriert wird.

Hier könnten dann in dem akustisch abgeschirmten Innenhof des Kulturzentrums Abendkonzerte, Sommerkino und andere Veranstaltungen stattfinden. Um die Besucher mit Getränken zu versorgen, ist in dem Pavillon auch eine mobile Theke geplant, vor der unter der großen Kastanie ein kleiner Biergarten angelegt wird.

"Der Biergarten soll aber kein gastronomischer Betrieb werden", betont Architekt Wiesneth. Es sei kein Pächter und auch keine dauernde Bewirtschaftung geplant. Nur bei Veranstaltungen sollen die Organisatoren die Möglichkeit haben, unter freiem Himmel ihre Gäste zu bewirten.

Freigehalten wird auf dem befestigten Gelände Platz für eine größere Bühne, die auf die Aischwiesen ausgerichtet werden kann. Eine solche Bühne hatte sich beim zweiten Young-and-Free-Festival bereits bewährt.
Auf den Aischwiesen selbst wird ein Bolzplatz angelegt, daneben unter anderem ein Basketballfeld, eine Skaterfläche und ein "Erlebnisbereich" für Kinder. Die Bauten sind mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt.