"Die Ausbildungsbörse bringt zusammen, was zusammen gehört: Jugendliche, die ihren Weg ins Berufsleben suchen und Unternehmen, die Nachwuchs suchen", erklärte Landrat Alexander Tritthart (CSU), der zusammen mit Bürgermeister German Hacker (SPD) die Ausbildungsbörse eröffnete.

So gehöre die Wahl des Ausbildungs- oder Studienganges zu den folgenreichsten Entscheidungen, die junge Leute treffen. Sie stellt die Weichen für die Zukunft und genau das mache die Entscheidung etwas schwierig.

Da sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren rasant verändert habe, werden umfangreiche und gute Informationen benötigt.


Baggersimulator war der Hit

Die jungen Besucher konnten sich nicht nur informieren, sondern auch ihre Fragen loswerden. Denn das ist einer der Vorteile, den die Ausbildungsbörse bietet: Sie stellt den persönlichen Kontakt her. Neben der trockenen Theorie der vielen Gespräche und Vorträge bot die Börse auch die Möglichkeit, praktisches Geschick erstmals an einem Fahr- und einem Baggersimulator oder einem Werkzeug zu erproben.

"Der Wirtschaft wie auch der Politik liegt viel daran, unsere talentierten und wissbegierigen jungen Menschen in unserem Landkreis und unserer Region zu halten", so der Wunsch des Landrates.
Bei den Ausstellern gab es Informationen und Tipps zur beruflichen Zukunft und wichtige Hintergrund-Informationen, die Azubis aus ihren Unternehmen aus ihren Unternehmen gaben.


Nachwuchs eine Chance geben

"Wir möchten unseren Nachwuchs hier eine gute Chance geben und wir möchten für den demografischen Wandel gewappnet sein", sagte Hacker.

Im Juli 2001 wurde in der Sporthalle der Hauptschule Burgstaller Weg der Grundstein für die Ausbildungsbörse gelegt. Damals nahmen 27 Firmen teil. Hauptinitiator der ersten Börse war Alois Hummel, der als Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) die Fäden in die Hände nahm.

Mit dabei war damals auch der ehemalige Schaeffler-Ausbildungsleiter Bernhard Schwab, Betriebsratsvorsitzender Thomas Mölkner, Architekt Helmut Popp, das Jugendhaus Rabatz, das Arbeitsamt Erlangen und das staatliche Berufsschulzentrum. An der zweiten Ausbildungsbörse 2003 beteiligten sich bereits 37 Aussteller und zur zehnten Börse hatten sich 61 Aussteller angemeldet und bei der jetzigen 17. Börse waren es 90 Aussteller.


Allianz für mehr Ausbildung

Dem Landrat liege das Thema "Ausbildung" sehr am Herzen und er fährt deshalb auch das "Forum Ausbildung" fort. Dieses Netzwerk wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen, um gemeinsam mit Verantwortlichen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Schulen, Arbeitsagentur und Kammern den Dialog zu fördern und die Ausbildungsplatzsituation zu verbessern.
Im Januar 2014 ging auch erstmals die BDS-Azubi-Akademie Erlangen-Höchstadt an den Start. Auf Initiative des Landkreises und des Bundes der Selbständigen (BDS) haben sich Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen zusammengeschlossen, um Auszubildenden einen überbetrieblichen Unterricht zukommen zu lassen.
Mittlerweile hat sich die Ausbildungsbörse zu einer der bekanntesten Veranstaltungen des Landkreises im Jahreslauf entwickelt.